Zukunftsforscher Tristan Horx
Laut Zukunftsforscher Tristan Horx müssen Hotels künftig stärker als Orte sozialer Begegnung wirken – und gleichzeitig neue Erwartungen Jüngerer verstehen, die nach Sinn, Authentizität und Gemeinschaft suchen. Foto: HDV/Kilian Bishop

General Manager als Transformationsgestalter

Wie sich die Rolle des Hoteldirektors verändert, analysierte Matthias Wirth von Konen & Lorenzen. Die Anforderungen an Führungskräfte seien heute komplexer als noch vor wenigen Jahren.
Volatile Märkte, geopolitische Unsicherheiten, steigende Gästeerwartungen und technologische Umbrüche – von künstlicher Intelligenz bis hin zu datenbasierten Systemen – verändern die Branche tiefgreifend. Der Hoteldirektor der Zukunft sei daher weit mehr als ein operativer Leiter. „Der General Manager wird zum strategischen Unternehmer und zum Architekten komplexer Systeme.“

Austausch auf Augenhöhe

Mit dem neuen Future Dialogue bot die HDV im Rahmen der Tagung erstmals ein offenes Format für Kommunikation und Networking. Im Café des Tagungsbereichs kamen Mitglieder und Partner der HDV in lockerer Atmosphäre zusammen, um Kontakte zu vertiefen und neue Impulse zu sammeln.

Parallel dazu beleuchtete Kommunikationstrainer und Dozent Emanuel Pavel in einem Kurzvortrag die Frage, was Mitarbeiter heute wirklich brauchen. Seine Botschaft war eindeutig: Führung bedeute weniger Kontrolle, dafür viel mehr Orientierung und Vertrauen. „Mitarbeiter brauchen Räume für offene Gespräche und Führungskräfte, die Orientierung geben.“ In einer anderen Gesprächsrunde diskutierten Theodor Gandenheimer (Hotel Maximilian’s Augsburg), David Schad (25hours Hotel Indre By) und Matthias Wirth (Konen & Lorenzen) über die wachsende Komplexität der Führungsrolle. Einigkeit herrschte darin, dass Hoteldirektoren heute eine Vielzahl von Kompetenzen vereinen müssen, von unternehmerischem Denken über digitale Expertise bis hin zu empathischer Teamführung.

Die vergangenen Jahre waren ein Paradebeispiel dafür,  wie verletzlich und zugleich kraftvoll wir sind, wenn wir zusammenstehen
Die vergangenen Jahre waren ein Paradebeispiel dafür, wie verletzlich und zugleich kraftvoll wir sind, wenn wir zusammenstehen. Jürgen Gangl, langjähriger 1. Vorsitzender der HDV und General Manager, Park Inn by Radisson Berlin Alexanderplatz; Foto: HDV/Kilian Bishop

Bühne frei für die nächste Generation

Ein fester Bestandteil der Frühjahrstagung ist traditionell die Verleihung des Deutschen Hotelnachwuchs-Preises (DHNP). Bereits zum 15. Mal zeichnete unter anderem die HDV damit junge Führungstalente aus der Branche für ihre besonderen Leistungen aus. In diesem Jahr erreichten drei Kandidaten das Finale: Ann-Kathrin Lex aus dem NH Collection München Bavaria, Angel Salcedo aus dem Hotel Herzogspark Herzogenaurach und Jana Stritt aus dem Hotel Maximilian’s Augsburg.

Die Finalisten mussten sich einer besonderen Aufgabe stellen: Mit nur wenigen Stunden Vorbereitungszeit sollten sie vor rund 230 Branchenvertretern innerhalb weniger Minuten ein schlüssiges und nachvollziehbares Zukunftskonzept für ein Berghotel entwickeln, das aufgrund des Klimawandels vor großen Herausforderungen steht. Am Ende überzeugte Ann-Kathrin Lex mit ihrem „Recharge“-Konzept, das auf Ganzjahrestourismus, starke regionale Vernetzung und besonders emotionale Gästeerlebnisse setzt.

Verabschiedung Jürgen Gangl
Ein Moment großer Wertschätzung, der Jürgen Gangl sichtlich berührte, war seine feierliche Verabschiedung aus dem Vorstand der HDV am Abend. Foto: HDV/Kilian Bishop

Ein emotionaler Abschied

Der festliche Gala-Abend bildete schließlich den emotionalen Höhepunkt der Tagung. Dabei stand noch einmal Jürgen Gangl im Mittelpunkt: Nach vielen Jahren im Vorstand wurde er von den Mitgliedern und geladenen Gästen feierlich verabschiedet. Mit einem Gang durch das Hotel, begleitet vom tosenden Applaus der Spalier stehenden Teilnehmer, wurde Gangl für sein langjähriges Engagement geehrt. Im Innenhof wartete eine besondere Überraschung – eine Golf-Challenge zu seinen Ehren, gefolgt von einem spektakulären Feuerwerk. 

Untermalt unter anderem vom Lied „Time to say Goodbye“ wurde der Moment zu einem bewegenden Abschied, der vielen Teilnehmern noch lange in Erinnerung bleiben dürfte.

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