Fachkräftemangel

So gehen Gastronomen mit den Personalengpässen um 

Für eine erfolgreiche Mitarbeitergewinnung ist Kreativität gefragt. Zwei Gastronomen berichten, was sie gegen die aktuelle Personalnot in der Branche unternehmen und mit welchen Maßnahmen auch andere Betriebe wieder attraktiver als Arbeitgeber werden können.

Dienstag, 20.09.2022, 13:09 Uhr, Autor: Sarah Kleinen
Stephen Willms und Tom Weber

Die Gastronomen Stephen Willms und Tom Weber haben sich viele Gedanken über das Recruiting gemacht. (Foto: © Resmio)

„Versuche, der Betrieb zu sein, in dem du gerne arbeiten möchtest.“ Mit diesen Worten von zwei Gastronomen aus Deutschland und Österreich deutet sich an, womit viele Akteure der Branche zu kämpfen haben: Personalmangel.

„Das Überleben der Gastronomie ist eng verknüpft mit dem Servicepersonal“, weiß auch Christian Bauer, Geschäftsführer von Resmio.

Sind Gastronomen die neuen Recruiting-Manager?

Das Finden neuer Talente ist vor allem für die Gastro-Branche eine große Herausforderung. „Wir sehen aber auch Gastronomen, die der Personalnot kreativ begegnen“, erklärt Christian Bauer. Ein Beispiel hierfür ist Stephen Willms. Er ist eng verbunden mit dem Restaurant „Kleine Burg“ in Oldenburg, das seine Schwester Lina Willms zusammen mit ihrem Bruder Bassam Faour leitet.

„Unser Betrieb steht für Familie und Teamzusammenhalt und das versuchen wir nicht nur intern mit unseren Mitarbeitern zu leben, sondern auch unseren Gästen zu vermitteln“, erzählt Stephen Willms. „Diese Wertschätzung fängt bei uns bereits beim Recruiting-Prozess an. Daher nehmen wir uns viel Zeit für unsere Bewerber und begleiten sie intensiv bei der Einarbeitung.“

Viel Mühe für den Recruiting-Prozess

Doch wie macht das Team von „Kleine Burg“ neue Talente auf den Betrieb aufmerksam? „Es ist ein langer Prozess, bis wir Leute finden, die wirklich passen.“ Der Gastronom hat sich viele Gedanken gemacht, wie er Servicekräfte auf den Betrieb aufmerksam machen kann:

„Wir geben uns sehr viel Mühe beim Texten der Stellenanzeigen und nutzen vor allem unsere Social-Media-Accounts. Hier punkten wir vor allem mit viel Bildmaterial, um unsere Vision und Werte zu vermitteln.“

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