Handwerkskunst

Olivier Nasti eröffnet Boulangerie in Kaysersberg

Brote aus Natursauerteig, süße Gebäckstücke, traditionelle Gugelhupfs – all das bietet die neue Bäckerei von Spitzenkoch Olivier Nasti. Die Idee zur Eröffnung von „La Boulangerie Levain“ entstand durch ein Zusammentreffen mit einem Bäcker aus Bas-Alpes.

Mittwoch, 21.09.2022, 13:47 Uhr, Autor: Sarah Kleinen
In Kaysersberg hat Olivier Nasti "La Boulangerie Levain" eröffnet. (Fotos: © ILYA KAGAN)

In Kaysersberg hat Olivier Nasti „La Boulangerie Levain“ eröffnet. (Fotos: © ILYA KAGAN)

„Ich glaube, tief in meinem Inneren wollte ich schon immer mit Brot arbeiten und eine eigene Bäckerei haben. Aber es musste, wie bei allem, was ich tue, die Exzellenz stimmen. Dank einer zufälligen Begegnung konnte der Traum Wirklichkeit werden, und er gibt mir die Gelegenheit, immer wieder Neues zu lernen, über Mehle, das Kneten, althergebrachte Methoden, die ich mit modernen Techniken kombiniere“, erklärt Olivier Nasti und ergänzt:

„Dieses Know-how zu bewahren, 100 Prozent hausgemachte Produkte zu gewährleisten und die Schönheit dieser Gesten an die neuen Generationen weiterzugeben, hat mich bei diesem Projekt weitgehend inspiriert“

Eine schicksalhafte Begegnung

Es ist die Geschichte einer aufrichtigen Begegnung, eine berufliche und freundschaftliche Liebe auf den ersten Blick, die das Projekt ins Leben gerufen hat. Durch einen Zufall kreuzen sich im Elsass die Wege von Olivier Nasti und Luc Roux (genannt „Lulu“), einem Bäcker aus Digne-les-Bains, der bereits eine ganze Reihe von Sauerteigprodukten entwickelt hat.

Es entsteht ein Austausch über den Beruf des jeweils anderen und schnell merken beide, dass sie eine Leidenschaft für Genuss und handwerklich gute Arbeit teilen. Der Chefkoch des Le Chambard sieht hier die Gelegenheit, die Methoden der handwerklichen Bäcker von früher zu entdecken, die Lulu lebendig werden lässt.

Savoir-Faire und Handwerkskunst

Der Funke springt über und Olivier Nasti baut im Le Chambard ein ehemaliges Konditoreilokal zu seiner Bäckerei um. Die Einrichtung besteht aus altem Holz, das er auf verschiedenen Bauernhöfen in der Region gesammelt hat.

Der Chefkoch schlägt schließlich einem seiner Köche vor, ihn bei diesem Abenteuer zu begleiten. Rémi Vanoverschelde genoss eine umfassende Ausbildung bei Luc Roux, lernte, die Gärung mit dem Geruchssinn zu beurteilen, die Struktur der Teige mit dem Tastsinn wahrzunehmen, mit den Jahreszeiten und den Temperaturen, der Luftfeuchtigkeit und den Backzeiten zu spielen. Auch der Chefkonditor des Hauses, Jordan Gasco, wird animiert, sich verschiedene Gebäckstücke sowie Kekse auszudenken, um das neue Gourmet-Angebot zu vervollständigen.

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