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Gastgewerbe-Umsatz holt weiter auf

Freunde im Restaurant
Das Gastgewerbe hat im Jahr 2022 deutliche Umsatzzuwächse verzeichnet. (Foto: © Gorodenkoff/stock.adobe.com)
Im vergangenen Jahr verzeichnete das Gastgewerbe in Deutschland deutliche Umsatzzuwächse. Vor allem die Lockerungen der Corona-Schutzmaßnahmen trugen zu einer deutlichen Erholung in der ersten Jahreshälfte bei. 
Freitag, 17.02.2023, 11:13 Uhr, Autor: Sarah Kleinen

Das Gastgewerbe erzielte 2022 real (preisbereinigt) 45,4 Prozent mehr Umsatz als im Vorjahr. Nominal (nicht preisbereinigt) stieg der Umsatz um 55,7 Prozent.

Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) weiter mitteilt, liegen die Ergebnisse damit real 1,1 Prozentpunkte und nominal 0,8 Prozentpunkte unterhalb der Untergrenze der Jahresschätzung, die allerdings die zu erwartenden Revisionen in den kommenden Monaten berücksichtigt hat.

Deutliche Erholung

Zu Beginn des Jahres 2022 traten mit dem Nachlassen der Corona-Pandemie im Februar die ersten Lockerungen in Kraft, die zu einer deutlichen Erholung in der ersten Jahreshälfte führten.

So stiegen die Umsätze im ersten Halbjahr 2022 gegenüber der ersten Jahreshälfte 2021 – in der die Corona-Schutzmaßnahmen erst Ende Mai gelockert wurden – real um 102,4 Prozent und nominal um 113,1 Prozent an.

In der zweiten Jahreshälfte setzte sich die Erholung verlangsamt fort und die Umsätze stiegen real um 16,4 Prozent und nominal um 26,8 Prozent gegenüber dem zweiten Halbjahr 2021.

Trotz dieser deutlichen Erholung waren die realen Umsätze im Jahr 2022 insgesamt noch immer 12,5 Prozent niedriger als im Jahr 2019. Verglichen hierzu erreichten die nominalen Umsätze im Zuge der stark gestiegenen Verbraucherpreise nahezu das Vorkrisenniveau (-0,2 Prozent).

Umsätze in Hotels

Die Hotels und sonstigen Beherbergungsunternehmen verzeichneten im Jahr 2022 einen realen Umsatzanstieg gegenüber dem Vorjahr von 63,8 Prozent. Dennoch lagen die Umsätze der Branche noch immer 9,1 Prozent unter dem Niveau des Jahres 2019.

Insbesondere die Hotels, Gasthöfe und Pensionen konnten sich trotz eines realen Umsatzanstiegs von 69,5 Prozent zum Vorjahr noch nicht vollständig von den Verlusten der ersten beiden Corona-Jahre erholen (-9,4 Prozent gegenüber 2019).

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