Recycling

EU-Kommission: Verpackungsmüll soll recyclebar werden

Bis 2040 soll der Verpackungsmüll in Europa deutlich reduziert werden. (Foto: © DragonImages/stock.adobe.com)
Bis 2040 soll der Verpackungsmüll in Europa deutlich reduziert werden. (Foto: © DragonImages/stock.adobe.com)
Einzeln eingepacktes Obst und Gemüse und Coffee-to-go-Becher – damit soll nach dem Willen der EU-Kommission bald Schluss sein. Sie will den Verpackungsmüll deutlich eindämmen – auch in Hotels und Restaurants.
Dienstag, 06.12.2022, 08:38 Uhr, Autor: Sarah Kleinen

An Mehrweg oder Recyceln führt nach dem Willen der EU-Kommission in Zukunft kein Weg mehr vorbei. Der Verpackungsmüll in Europa soll bis 2040 deutlich reduziert werden – pro Staat und pro Kopf um 15 Prozent im Vergleich zu 2018, teilte die EU-Kommission am Mittwoch in Brüssel mit. Bis 2030 sollen alle Verpackungen komplett recycelbar sein. Der Vorschlag muss noch mit den EU-Ländern und dem EU-Parlament abgestimmt werden.

„Wir alle haben schon einmal online bestellte Produkte in übermäßig großen Kartons erhalten“, sagte der EU-Kommissar für Umwelt, Virginijus Sinkevicius. „Und wir haben uns oft gefragt, wie wir den Müll trennen sollen, was wir mit dem biologisch abbaubaren Beutel machen sollen oder ob all diese Verpackungen wiederverwendet oder zumindest in neue wertvolle Materialien umgewandelt werden können“, führte er weiter aus.

„In Deutschland bereits Praxis“

Um die Umweltverschmutzung zu bekämpfen, sollen Unternehmen nach dem Willen der Kommission einen gewissen Anteil ihrer Produkte in wieder verwendbaren Verpackungen anbieten. Dazu zählt zum Beispiel Essen oder Trinken, das zum Mitnehmen bestellt wurde.

Mini-Shampooflaschen in Hotels will die EU-Kommission verbieten. Auch Essen und Getränke in Restaurants dürfen dann nicht mehr in Plastik eingewickelt sein. Außerdem will die EU ein verpflichtendes Pfandsystem einführen und eine verbindliche Quote für den Anteil an recyceltem Material, der in neuen Kunststoffverpackungen enthalten sein muss.

„In vielen Bereichen werden europäische Regelungen vorgeschlagen, die in Deutschland bereits Praxis sind: umfangreiche Pfand- und Rücknahmesysteme für Getränkeverpackungen oder die neue Pflicht zu Mehrwegsystemen im Take-Away-Bereich, die ab 1. Januar 2023 gilt“, sagte Umweltministerin Steffi Lemke (Grüne).

Weiterlesen

Zurück zur Startseite

Weitere Themen

Bambus Becher
Schadstoffbelastung
Schadstoffbelastung

Recycelbare Bambusbecher können gesundheitsschädlich sein

Wer als Alternative zu Einweg-Pappbechern Mehrweg-Becher aus Bambus verwendet, tut vielleicht der Umwelt etwas Gutes, aber nicht sich selbst. Denn es können Schadstoffe austreten und mit den Lebensmitteln verzehrt werden.
Junge Mitarbeiterin in einer Konditorei steht lächelnd hinter der Theke
Jugendschutz
Jugendschutz

Schülerjobs in Hotel und Gastro: Was in den Ferien erlaubt ist

Wenn Restaurants, Cafés und Häuser in der Hochsaison Unterstützung suchen, greifen klare Schutzvorgaben. Entscheidend sind Alter, Uhrzeit, Tätigkeit und Vergütung. Wer sauber plant, verbindet Zusatzverdienst auf Nachwuchsseite mit rechtssicherer Entlastung im Betrieb.
Präventionszentrum Previer in der Hamburger HafenCity
Auftrag
Auftrag

SV Deutschland wird Hospitality-Partner im Previer Hamburg

Das Unternehmen verantwortet künftig Übernachtung, Verpflegung und das Gästeerlebnis im neuen Präventionszentrum in der Hamburger HafenCity. Der Betrieb soll Anfang September 2026 starten.
Gastronom bei der Abrechnung
Preisdruck
Preisdruck

Iran-Krieg treibt Inflation auf 2,9 % – Folgen für das Gastgewerbe

Mit dem Iran-Krieg sind die Preise in Deutschland nach oben geschnellt. Vor allem steigende Energiekosten treiben die Inflationsrate Richtung Drei-Prozent-Marke. Das belastet auch das Gastgewerbe.
Dr. Marcel Klinge
Warnung
Warnung

Neue Steuerschätzung: DZG warnt vor Risiken für die Gastwelt

Die neue Steuerschätzung des Bundes könnte laut Denkfabrik Zukunft der Gastwelt (DZG) den Druck auf Tourismus, Hospitality und Gastronomie erhöhen. Die DZG fordert daher eine aktive Beteiligung der Branche an der Steuerdebatte.
Nadine Wächter-Moreno
Event
Event

SHEf’s Kitchen Party im Grand Resort Bad Ragaz

Im Oktober findet im Grand Resort Bad Ragaz die zweite Ausgabe der SHEf’s Kitchen Party statt. Das Format bringt einige der spannendsten Spitzenköchinnen sowie Patissières und Winzerinnen der Schweiz zusammen.
Kastaniengarten im Rheinhotel Dressen, Bonn-Bad Godesberg
Die Kunst des Empfangens
Anzeige
Die Kunst des Empfangens

Fermob bietet ganzheitliche Gestaltungskonzepte für Hotellerie und Gastronomie

Fermob versteht Hospitality als ganzheitliches Gestaltungskonzept: Von Möbeln bis Raumkonzepten entstehen individuelle Erlebnisse für Hotels, Gastronomie und öffentliche Räume. Dabei setzt das Unternehmen auf Design, Farbe und eine konsequent nachhaltige Produktion.
Zwei Gastronomen bei der Abrechnung
Kostenanstieg
Kostenanstieg

Inflation erreicht Höchststand: Strategien für Gastronomen und Hoteliers

Die Inflation erreicht im März 2026 den höchsten Stand seit über zwei Jahren. Für das Gastgewerbe bedeutet das: steigender Kostendruck bei gleichzeitig sinkender Kaufkraft der Gäste. Welche Stellschrauben jetzt entscheidend sind und wie gastgewerbliche Betriebe reagieren können.
Gedeckter Tisch mit Osterdekoration
Ratgeber
Ratgeber

Ostergeschäft 2026: So profitieren Hotels und Restaurants von den Feiertagen

Ostern zählt zu den wichtigsten Umsatztreibern für das Gastgewerbe – doch 2026 wird das Geschäft anspruchsvoller. Zwischen steigenden Kosten, preissensiblen Gästen und hohen Erwartungen kommt es mehr denn je auf die richtige Strategie an. Wie Hotels und Restaurants die Feiertage erfolgreich nutzen können.