„Wirte im Lockdown“

Berliner Ausstellung zeigt Relevanz des Gastgewerbes

Ohne Bars, Restaurants und Clubs keine Gesellschaft. Das im Amano East Side Hotel eröffnete Ausstellungsprojekt „Wirte im Lockdown“ zeigt die Menschen hinter den Tresen und erzählt ihre Geschichte vor dem Hintergrund der Corona-Pandemie.

Freitag, 11.11.2022, 10:56 Uhr, Autor: Sarah Kleinen
Helena Heilig

Helena Heilig hat mit dem Projekt „Wirte im Lockdown“ die Vollbremsung im Gastgewerbe durch die Corona-Pandemie dokumentiert. (Foto: © METRO AG)

Verschlossene Türen, verwaiste Außenterrassen und einsame Tresen. Das Frühjahr 2020 und die darauffolgende Corona-Pandemie veränderten das gesellschaftliche Leben auf einen Schlag.

Das Wegbleiben vieler kulturellen Lieblingsorte zeigte den besonderen Stellenwert von Gastgewerbe, Tourismus und Kultur in unserem Alltag. Diejenigen, die das ermöglichen, stehen auch mit Blick auf den Winter 2022 vor vielen Herausforderungen.

Das Projekt „Wirte im Lockdown“ der Fotokünstlerin Helena Heilig ist die Dokumentation einer Vollbremsung und der Versuch einer Bestandsaufnahme. Es wagt immer wieder Ausblicke in ein Leben nach Corona: Wird es das Gleiche sein? Wird die Funktion von Restaurants, Bars, Cafés künftig mehr geschätzt als Orte der Begegnung und des sozialen Miteinanders?

„Die Ausstellung soll auch ein Wachrüttler sein und zum Nachdenken anregen, wie wichtig uns das Gastgewerbe ist. Für mich war es essenziell, die vielen Gesichter hinter einer hart getroffenen Branche zu zeigen. Dass diese Ausstellung nun dank Metro nach Berlin kommt und gleichzeitig als Dialogplattform mit der Politik und Betrieben genutzt wird, freut mich sehr“, sagt Künstlerin Helena Heilig.

Die Ausstellung ist eröffnet

Bei der feierlichen Eröffnung am 10. November boten Metro und die Amano Hotels einen ersten exklusiven Einblick in die Ausstellung „Wirte im Lockdown“ von Helena Heilig und Susanne Fiedler. Gleichzeitig schufen sie einen Raum, um im gemeinsamen Austausch den oben genannten Fragen nachzugehen. Der Einladung folgten rund 140 Gäste aus Gastgewerbe, Politik, Wirtschaft und öffentlichem Leben.

Franziska Giffey, Regierende Bürgermeisterin von Berlin, eröffnete die Ausstellung: „Das Gastgewerbe hat besonders für Berlin eine zentrale Rolle. Es zieht Berliner, wie auch Gäste aus aller Welt an.“

Weiter sagte sie: „Das Gastgewerbe gehört zu den Branchen, die besonders von den Folgen der Pandemie betroffen waren. Deshalb war es für den Neustart der Berliner Wirtschaft auch essenziell, die Gastronomie mit dem Neustartprogramm für die Berliner Wirtschaft zu unterstützen. Die Ausstellung ‚Wirte im Lockdown‘ wertschätzt diese wichtige Branche und führt uns vor Augen, was uns lange fehlte und worüber wir uns jetzt wieder freuen können: Wirte mit vollen Gasthäusern.“

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