Vielfalt auf der Karte ohne Chaos in der Küche
Vielfalt auf der Karte ohne Chaos in der Küche er­möglichen Produkte wie die Cauli Wings, die in diverse Rollen schlüpfen können – als Snack, als Sharing-­Variante oder als vollwertiges Gericht. Foto: Salomon FoodWorld 

Wie können Gastronomen die Convenience gezielt nutzen, um effizienter zu arbeiten und zu­-
gleich ihr Angebot aufzuwerten?
Wer in der Rush Hour nicht liefert, verliert Umsatz und Gäste, doch in ruhigen Zeiten darf nichts liegen bleiben. Da helfen prozesssichere Produkte wie Burger: Tiefkühlfrische Patties bringen konstante Qualität, weniger Warenverlust und maximale Planungssicherheit.

Der Smash Burger zeigt, wie man bei einem Grundprodukt mit Preis und „Premium“ spielen kann: Bei geringem Wareneinsatz (90 g) sorgt das Smashen für einen großen Durchmesser und ansprechende Optik – das Preis-Leistungs-Verhältnis passt. Darüber hinaus kann man mit einem „Double“ (2 x 90g) mehr verlangen als bei einem herkömmlichen 180-Gramm-Patty. Aus Sicht des Gastes ist doppelt immer mehr. Interessanterweise gibt es eine Virtual Brand, deren Hauptprodukt sogar der Triple Burger ist. 

Welche Fehler machen Betriebe am häufigsten, wenn sie günstiger kalkulierte Angebote auf die Karte setzen?
Zu viel, zu kompliziert, zu viel Abschrift. Dabei gilt oft das Gegenteil: Weniger ist mehr! Als besonders effektiv zeigt sich das Prinzip „Ein Produkt, viele Rollen“. Ein Beispiel sind unsere Cauli Wings, die sich als Snack, als Sharing-­Variante oder als vollwertiges Gericht anbieten lassen. Dazu kommen unterschiedliche Flavours oder Toppings, die für Abwechslung sorgen.

Wie kommuniziert ein Gastronom preisgünstige Gerichte so, dass sie nicht nach Verzicht, sondern nach echtem Mehrwert klingen?
Der Schlüssel liegt oft schlicht in der richtigen Inszenierung. Preiswerte Gerichte dürfen sich nicht nach Spar­lösung anfühlen, sie müssen beim Gast vor allem Begehrlichkeit erzeugen. Hier funktionieren z. B. limitierte Angebote extrem gut.

Wenn es nur eine bestimmte Menge gibt, steigt der Druck zur Entscheidung. Auch eine tolle Story und viel Emotion helfen. Wenn jemand in einem Lokal eine Portion Tajine Bites oder Cauli Wings in einer schön inszenierten Schale genießt, dann denkt definitiv niemand an Verzicht.

Welche drei konkreten Maßnahmen würden Sie Gastro­nomen derzeit empfehlen, um ihr Angebot gastorientierter und zugleich profitabler zu gestalten?

Erstens: 
Mut zum maximalen Genuss.
Over-the-top-Kreationen mit bewusstem Messy-Look sorgen für Aufmerksamkeit und bleiben im Gedächtnis. Der Trend zur Übertreibung funktioniert sowohl am Tisch als auch auf Social Media. Kombinationen wie süß und salzig oder unerwartete Toppings können hier starke Akzente setzen.

Zweitens: 
Erlebnisse schaffen, statt nur Gerichte servieren.
Interaktive Elemente machen den Unterschied – etwa ob ein Gericht erst am Tisch finalisiert oder auf andere Art ungewöhnlich präsentiert wird. Solche Momente sorgen für Emotion und werden gerne geteilt.

Drittens: 
Social Dining gezielt spielen.
Gruppenangebote sind ein starker Hebel. Sharing-Menüs oder spezielle Aktionen für mehrere Personen verbinden einen attraktiven Preis mit einem gemeinsamen Erlebnis. Das steigert die Aufenthaltsqualität und damit meist auch den Umsatz pro Tisch.

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