Fischburger
Ungebrochener Trend sind pflanzliche Alternativen wie die Fischburger von Endori. Foto: Endori

Convenience kann: veganen Fisch

Bei Endori, die den Firmenfokus auf pflanzliche Fleisch- und Fischalternativen legen, hat man nun auch veganen Fisch aufgelegt. Als Fischburger (veggie burger di mare) und als Fischstäbchen (veggie sticks di mare) konzipiert, dürfte die Darreichungsform, die Gästen bekannt ist, zum Probieren verleiten. Omega-3-Fettsäuren sind enthalten, Palmfett und künstliche Aromen nicht.  

Convenience kann: Legenden

Frédéric Lalos wollte mit sechs Jahren Bäcker werden und gewann als jüngster Bewerber überhaupt die begehrte Auszeichnung Meilleur Ouvrier de France (MOF) für sein Backhandwerk. Er arbeitete einige Zeit bei der Pariser Talentschmiede Maison Lenôtre, die mit schnöder Regelmäßigkeit immer wieder neue MOFs (frz. Auszeichnung) herausbringt. Beide sind als Berater für Bridor tätig. Der ursprünglich kanadische Backgigant produziert jedes Jahr drei Milliarden Gebäckstücke und eine Milliarde Brote, die in 100 Ländern vertrieben werden. Für perfektes Baguette oder Sauerteig muss der Gast nicht nach Paris. 

Schichtdessert
Schickes Schichtdessert: Der Clou, es basiert auf pflanzlichen Produkten. Foto: Frischli

Convenience kann: soziales Bewusstsein

Was schmeckt man nicht, obwohl’s schmeckt? Nun, die CSR, wie die Corporate Social Responsibility etwas griffiger abgekürzt wird. Damit möchten Unternehmen punkten, die nicht nur Produkte liefern, sondern auch überprüfbar unternehmerische Sozialverantwortung übernehmen. Bei Gästen kommt das sehr gut an, wissen die Bäcker von Délifrance, die sich einiges vorgenommen haben. „Baking Good Better“ heißt ihr Slogan, der einerseits auf umweltbewussten Produkteinsatz durch Energieeffizienz und Verbrauchsreduzierung setzt, andererseits aber auch das Wohl der eigenen Mitarbeiter im Blick hat. 

Convenience kann: Hygiene

Ohne die heute selbstverständlichen Techniken der Haltbarmachung und hygienischen Verarbeitung musste in der guten alten Zeit bei der Konservierung tüchtig nachgeholfen werden, auch durch erstaunliche Mengen Salz. Bei Friesenkrone hat man sich jetzt den Spaß gemacht, die traditionellen Zubereitungsmethoden von Hering den modernen technologiebasierten Praktiken gegenüberzustellen. Galt Salz früher noch als unbedenklich, bleibt Friesenkrone mittlerweile für den Großteil ihrer Matjesprodukte bei vier Prozent und damit gut zwei Prozent unter der Konkurrenz. Ganz nach dem Motto „less is more“.

Grüner Spargel mit Rigatoni
Gemüse ist beliebter denn je: Hofmanns serviert Spargel zu Rigatoni. Foto: Hofmanns

Convenience kann: Spargel

Nostalgische Gerichte sind in der GV höchst willkommen. Beim Betriebsverpflegungsexperten Hofmanns hat man dabei den Spargel im Blick. Gute Idee, denn davon isst jeder Deutsche pro Saison drei Pfund. Drei neue Rezepturen lenken den Fokus auch mal auf die grüne Variante, mit Grüner Spargel Zürcher Art in Weißsauce, mit italienischem Touch als Rigatoni-Beilage, als Fischbeilage zum Kabeljaufilet zum Kartoffelgratin. Aber der Klassiker mit Sauce Hollandaise, bei Wunsch vegetarisch, sonst mit paniertem Schweineschnitzel, darf nicht fehlen. Warum auch?

Leckerbissen im Glas
Kleine Leckerbissen im Glas sind ein Hingucker. Sie trumpfen mit vielerlei Texturen. Foto: Sander

Convenience kann: Vorspeisen

Bei Sander hat man sich mal wieder aufs Gläschen besonnen und befüllt diese im Miniformat, als seien es sättigende Bowls, mit bunten frischen Zutaten, die diverse Texturen liefern. Räucherlachs und Rote Bete sind mit Meerrettich-Gurken-Mousse und Linsen-Haselnuss-Topping angerichtet, Mozzarella-Mousse bekommt eine Basilikumnocke, Mangochutney und ein Leinsamen-Mandel-Topping. Angeliefert wird tiefgekühlt in kleinen Gebinden. Das gilt auch für die neuen Mix-Kisten auf Frischkäsebasis, die für ein Vorspeisenbuffet erdacht wurden und im Weckglas mit drei bunten Toppings (Gurkenmousse, Karottenmousse, Bruschetta) erhältlich sind.

Convenience kann: Frühstück

Ob ihr lange geführter Sauerteig oder Bäckerbrötchen, die Bridor auch in kleinen Größen speziell für die Horeca anbietet, ob leckeres Brot aus der ganzen Welt zwischen Ciabatta und Kürbiskern oder Croissants mit Mandel- bzw. Pistazienfüllung, die ihnen Pierre Hermé Paris entwickelt hat ... eindeutig besitzt das Frühstück für Bridor einen enormen Stellenwert. 

Bei Délifrance Héritage setzt man auf Klassiker, verarbeitet ausschließlich Eier aus Freilandhaltung, präsentiert rustikale Brote im Omalook, die der Gast selbst portionieren kann und die in Zusammenarbeit mit École de Boulangerie et de Patisserie in Paris entwickelt wurden. Die köstliche Kalo­rienbombe Pain au chocolat wurde einfach mal halbiert, damit’s nicht zu sehr auf die Hüften geht.
 
Ob High Convenience Sinn für den Betrieb macht, gilt es jeweils individuell zu prüfen: Welche Zeitaufwände können durch die Umstellung reduziert werden? Wie kann diese Zeit stattdessen in die umsatzgenerierenden oder qualitätssteigernden Bereiche investiert werden? Nur auf Convenience umzustellen ist sicher nicht ratsam – oftmals sollten auch Änderungen in den Arbeitsprozessen vorgenommen werden. Einfach langsam vortasten.   

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