Hotelbetten-Index Deutschland

Wo die Auswahl knapp wird

Nahaufnahme eines leeren Hotelbettes
Freie Hotelbetten finden Reisende vor allem in Wuppertal, Duisburg und Wiesbaden: Hier gibt es, laut Hotelbetten-Index, die größte Auswahl freier Betten pro Kopf. (Foto: ©Atiketta Sangasaeng/stock.adobe.com)
Um zu überprüfen, wo es die meisten Hotelbetten gibt und wo man die besten Chancen auf ein Hotelzimmer hat, hat das Online-Vergleichs- und Buchungsportal fromAtoB den Hotelbetten-Index Deutschland herausgegeben.
Freitag, 24.01.2020, 09:19 Uhr, Autor: Kristina Presser

Deutschland als Reiseziel boomt. Bereits das zehnte Jahr in Folge verzeichnet der Tourismussektor hierzulande bei den Übernachtungszahlen in- und ausländischer Gäste ein Rekordjahr, wie unter anderem Zahlen des Statistischen Bundesamtes belegen (HOGAPAGE berichtete). Rund 50.000 Hotels und Pensionen stehen Urlaubern dafür zur Verfügung. Die Online-Vergleichs- und Buchungsplattform fromAtoB hat nun in ihrem Hotelbetten-Index Deutschland untersucht, wo es das größte Angebot an Übernachtungsmöglichkeiten gibt. Dafür wurden die Zahl an Hotelbetten in den 25 größten deutschen Städten erfasst und diese den durchschnittlichen Besucherzahlen gegenübergestellt: Wo ist das Angebot knapp und wo bleiben Schlafplätze unbenutzt.

Laut Analyse-Ergebnisse, bietet Berlin in absoluten Zahlen mit Abstand die größte Auswahl an Hotelbetten– rund 146.740 Stück. Knapp ein Viertel aller in der Untersuchung berücksichtigten Hotelbetten sind hier zu finden.

Grafik zum Hotelbetten-Index Deutschland mit Fokus auf die Zahl der Hotelbetten
Hotelbetten-Index Deutschland – Untersuchungsgröße: Hotelbetten. (Grafik: ©fromAtoB)

Macht auch Sinn, wenn man die Zahl der jährlich in die Hauptstadt reisenden Touristen betrachtet: etwa 13,5 Millionen. Damit liegt Berlin als Reiseziel vor München (8,3 Mio) und Hamburg (7,3 Mio). Mit vier freien Betten pro Besucher liegt die Hauptstadt im Ranking allerdings nur knapp über dem Durchschnitt von 3,89.

Grafik zum Hotelbetten-Index Deutschland mit Fokus auf die Zahl der jährlichen Touristen
Hotelbetten-Index Deutschland – Untersuchungsgröße: Touristen. (Grafik: ©fromAtoB)

Dagegen punktet Wuppertal mit dem größten Angebot an leeren Betten: Ein Tourist kann hier im Schnitt zwischen 5,8 Hotelbetten wählen. Zwar ist das Hotelbetten-Angebot mit etwa 3.840 Stück vergleichsweise hoch, allerdings bildet Wuppertal – knapp vor Mönchengladbach – auch das Schlusslicht, wenn es um den Touristenzustrom geht. Nur rund 241.000 besuchen die Stadt pro Jahr. Den zweiten Platz in puncto freie Betten pro Gast teilen sich Duisburg und Wiesbaden mit einem Pro-Kopf-Wert von 4,7 verfügbaren Betten. Auch die Hotelindustrie in Essen hat ein besonders großes Angebot für ihre Besucher geschaffen: Im Schnitt gab es 4,5 Betten pro Gast, den dritthöchsten Wert der Analyse.

Grafik zum Hotelbetten-Index Deutschland mit Fokus auf die Zahl der Betten pro Gast
Hotelbetten-Index Deutschland – Untersuchungsgröße: Betten pro Gast. (Grafik: ©fromAtoB)

Begrenzte Auswahl in Köln und Karlsruhe

Deutlich weniger Auswahl haben Besucher in Köln oder Karlsruhe: Nur 3,2 Betten sind pro Übernachtungsgast frei. Eng wird es ebenfalls in Düsseldorf und Frankfurt mit einem Wert von 3,3 Betten. Auch die Hotelbetreiber der Touristen-Hochburgen Hamburg, München, Nürnberg und Dortmund bieten sich einen verhältnismäßig großen Konkurrenzkampf: Die insgesamt 20 Millionen Reisenden im Jahr blieben mit 3,4 Schlafplätzen pro Kopf ein halbes Bett unter dem ermittelten deutschen Durchschnitt (3,9).

Datenerhebung: Die Daten der Untersuchung entstammen dem Statistischen Bundesamt und der Regionaldatenbank Deutschland. Der Pro-Kopf-Wert ergibt sich aus dem Quotienten des Hotelbetten-Kontingents und den durchschnittlichen täglichen Besuchern. Untersucht wurden die 25 größten deutschen Städte.

Zurück zur Startseite

Weitere Themen

Modernes Restaurant mit großen Fensterfronten, Holztischen und Pflanzen. Im Vordergrund das Logo von HOGAPAGE Immobilien, der Immobilienbörse für Hotellerie und Gastronomie.
In eigener Sache
In eigener Sache

Hotel kaufen, Restaurant pachten: HOGAPAGE startet neue Immobilienbörse

Ein Hotel kaufen, ein Restaurant pachten oder eine Gastronomieimmobilie verkaufen: HOGAPAGE Immobilien bringt Eigentümer, Käufer und Pächter auf einer spezialisierten Plattform zusammen – mit zusätzlichen Dienstleistungen für die Vermarktung und den Verkauf.
Rezeption und Küchenpass mit Glühbirne
Energiepolitik
Energiepolitik

Dehoga fordert Stromsteuersenkung für alle Betriebe

Die Stromsteuer soll für alle Unternehmen und private Haushalte auf das europäische Mindestmaß sinken. Gemeinsam mit zwölf weiteren Verbänden appelliert der Dehoga Bundesverband an die Bundesregierung, die angekündigte Entlastung schnell und dauerhaft umzusetzen. Auch aus der Politik wächst der Druck.
Konferenz mit Bühne, Redner und Publikum
Branchenverband
Branchenverband

FCSI: Hospitality braucht mehr Kooperation

Wie sieht die Zukunft von Hotellerie, Gastronomie und Gemeinschaftsverpflegung aus? Bei seiner Convention in Hamburg diskutierte der FCSI Deutschland-Österreich über Technologie, Ausbildung und gesellschaftliche Verantwortung.
Koch beim Anrichten eines Gerichts, Servicemitarbeiter im Gespräch mit einem Gast und Rezeptionist am Hotelempfang.
Berufswahl
Berufswahl

Welche Gastro- und Hoteljobs passen zu welchen Stärken?

Kommunikationstalent, Kreativität oder ein gutes Gespür für Zahlen: Das Gastgewerbe bietet unterschiedliche berufliche Wege. Ein Überblick zeigt, wo persönliche Fähigkeiten gefragt sind – vom Restaurantservice bis zur Hotelverwaltung.
Außenansicht  Schlossgut Gross Schwansee
Aktion
Aktion

Fünf Sterne für die Nachbarschaft

Das Schlossgut Gross Schwansee startet eine besondere Aktion für Anwohner aus der Region. Von November 2026 bis Februar 2027 können sie das Fünf-Sterne-Hotel für 70 Euro pro Doppelzimmer und Nacht inklusive Frühstück kennenlernen.
Drei Teilnehmer des GreenSign Future Lab posieren im Publikum lächelnd für ein gemeinsames Selfie.
Ankündigung
Ankündigung

GreenSign Future Lab 2026: Countdown zum Branchentreffen

Klimarisiken, Führung und neue Geschäftsmodelle: Am 24. und 25. November tauschen sich Hoteliers, Gastronomen und Tourismusexperten im Hotel Bristol Berlin aus. Auf drei Bühnen stehen praxisnahe Lösungen für den Betriebsalltag im Fokus.
Menschen unterhalten sich
Branchentreff
Branchentreff

370Grad Roadshow legt in München deutlich zu

Mehr Aussteller, mehr Besucher und intensive Gespräche: Die zweite 370Grad Roadshow in München ist gewachsen. 40 Unternehmen präsentierten Lösungen für Hotellerie, Gastronomie und Catering. Besonders das persönliche Networking und der neue Veranstaltungsort kamen gut an.
Hotelmitarbeiterin prüft ein Smartphone mit Ladekabel und Powerbank auf einem Schreibtisch im Hotelzimmer.
Akkusicherheit
Akkusicherheit

Lithium-Ionen-Akkus im Hotel richtig laden und lagern

Powerbanks, Ladecases und E-Zigaretten reisen täglich mit Gästen mit. Experte Justin Flick erklärt im HOGAPAGE-Interview, worauf Beherbergungsbetriebe bei Fundgeräten, Warnzeichen und internen Abläufen achten sollten.
HOtelteam
Arbeitsrecht
Arbeitsrecht

Gehaltstransparenz bringt Arbeitgeber unter Zugzwang

Mehr als jedes zweite Unternehmen rechnet mit steigenden Lohnkosten durch die neuen Vorgaben zur Entgelttransparenz. Gleichzeitig stockt vielerorts die Vorbereitung. Auch Hotels und Gastronomiebetriebe sollten ihre Gehaltsstrukturen überprüfen – denn gerade unterschiedliche Tätigkeiten, Zuschläge und Trinkgelder machen die Vergütung im Gastgewerbe komplex.