Reisewarnungen

Verbraucherschutz fordert Reisebranche zu Rückzahlungen auf

Klaus Müller, Vorstand des Verbraucherzentrale Bundesverbands
Klaus Müller, Vorstand des Verbraucherzentrale Bundesverbands, will bei Reisewarnungen die Veranstalter stärker in die Pflicht nehmen. (©picture alliance/dpa | Kay Nietfeld)
Klaus Müller vom Verband der Verbraucherzentralen fordert nach der Spanien-Reisewarnung von den Veranstaltern Rückholangebote und die Erstattung der Reisekosten in bar.
Montag, 17.08.2020, 08:27 Uhr, Autor: Thomas Hack

Nach der Spanien-Reisewarnung fordert der Chef des Bundesverbands der Verbraucherzentralen (vzbv), Klaus Müller, von den Veranstaltern eine Erstattung der Reisekosten in bar. „Die kurzfristige Reisewarnung für Spanien zeigt, wie volatil die Lage ist. Deshalb müssen Reiseveranstalter die Chance nutzen, kundenfreundlicher zu werden. Erstens gilt europäisches Recht: keine Zwangsgutscheine, sondern Bargelderstattungen, wenn es Kunden wünschen. Zweitens sofortige Rückkehrangebote für Urlauber in Warngebieten anbieten, wenn es weitere kurzfristige Reisewarnungen gibt.“

„Test-Kosten in Flughafengebühren integrieren“

Müller fordert zudem die Beibehaltung der kostenlosen Corona-Tests: „Jens Spahn hat Recht: Wenn wir wollen, dass möglichst alle Reiserückkehrer sich testen lassen, muss der Corona-Test kostenlos bleiben“, sagte Müller der Düsseldorfer „Rheinischen Post“ (Montag). „Sonst werden zu viele Menschen ihn vermeiden. Denkbar wäre es, die Kosten in die Flughafengebühren oder Bahnfahrkarten zu integrieren, aber dann wird es eine Gerechtigkeitsdiskussion bei Autofahrern geben.“ (ots/TH)

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