Coronavirus

Verband fordert finanzielle Hilfe für Betriebe

Geld, auf dem Buchstabenwürfel liegen, die das Wort Staat bilden
Der Staat soll dem durch das Coronavirus geschwächten Gastgewerbe finanziell unter die Arme greifen – das fordern jetzt verschiedene Verbände. (Foto: ©Marco2811/stock.adobe.com)
Aus Unsicherheit und Vorsichtsmaßnahmen hinsichtlich des Coronavirus, werden zunehmend Events abgesagt, Hotels und Restaurant-Buchungen storniert. Immer mehr Verbände verlangen dafür nun staatliche Unterstützung.
Dienstag, 03.03.2020, 12:41 Uhr, Autor: Kristina Presser

Mit Blick auf die Ausbreitung des neuartigen Coronavirus, hat die Landesvereinigung Unternehmerverbände (LVU) Rheinland-Pfalz jetzt finanzielle Unterstützung für Betriebe von der Bundesregierung gefordert. Karsten Tacke, LVU-Hauptgeschäftsführer, sagte jüngst der Deutschen Presse-Agentur: „Die große Koalition muss jetzt zügig ihre Hausaufgaben machen.“ Für ihn bedeute das, dass kurzfristig ein erleichterter Zugang zum Kurzarbeitergeld für die Betriebe geschaffen werden müsse. „Mittelfristig sind Entlastungen bei Steuern, Sozialabgaben und Energiekosten zwingend notwendig.“

Bereits jetzt wirkt sich die Verbreitung des neuartigen Coronavirus Sars-CoV-2 auf einige Wirtschaftszweige aus. „Die Folgen in der Tagungs- und Tourismuswirtschaft sind heute schon erkennbar.“ Auch für die Industrie in Rheinland-Pfalz seien negative Folgen möglich, da die Betriebe überdurchschnittlich stark vom Export und vom Welthandel abhängig seien. Durch die Verbreitung des neuartigen Virus drohe insgesamt eine Störung der Wertschöpfungskette. „Im schlimmsten Fall kommt es dann zu Produktionsausfällen bei uns.“ Außerdem könnten Unternehmen Märkte verlieren, etwa aus logistischen Gründen oder weil sich Verbraucher in betroffenen Ländern zurückhielten. Hinzu komme noch, dass das Wachstum der Weltwirtschaft ohnehin verlangsamt sei.

„Nicht verkraftbare Umsatzeinbrüche“

Gereon Haumann, Präsident des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbandes (Dehoga) in Rheinland-Pfalz, hat währenddessen einen Brief an mehrere Landesministerien verfasst, wie die „Allgemeine Zeitung“ berichtet, in dem er von Stornierungen in Betrieben aus Angst vor dem Coronavirus schreibt, vor allem im Tagungs- und Businessgeschäft. Das führe zu „nicht verkraftbaren Umsatzeinbrüchen“. Eine Sprecherin des Wirtschaftsministeriums bestätigte den Eingang des Schreibens.
(dpa/lrs/KP)

Zurück zur Startseite

Weitere Themen

Portrait von Gereon Haumann, Präsident des Dehoga Rheinland-Pfalz.
Tourismuspolitik
Tourismuspolitik

Dehoga Rheinland-Pfalz kritisiert Bettensteuer in Bad Keuznach

Der Branchenverband wendet sich erneut gegen die geplante Abgabe und hält die Argumentation für widersprüchlich. Präsident Gereon Haumann kritisiert vor allem die fehlende Zweckbindung der Einnahmen und warnt vor Nachteilen für Übernachtungsbetriebe.
Zwei Gastronomen bei der Abrechnung
Ratgeber
Ratgeber

7-%-Mehrwertsteuer in der Gastronomie: Was ist jetzt zu tun?

Die dauerhafte Rückkehr zur 7-Prozent-Mehrwertsteuer auf Speisen ist beschlossen – und bringt der Gastronomie ab 2026 endlich Planungssicherheit. Doch was müssen Betriebe jetzt konkret tun?
Guido Zöllick
Statement
Statement

Dehoga: „7 Prozent stärken die Gastronomie“

Politik, die Wort hält: Der Deutsche Hotel- und Gaststättenverband (Dehoga Bundesverband) begrüßt den Beschluss des Bundesrats für das Steueränderungsgesetz. Die Entscheidung 7 Prozent stärke die Gastronomie und sichere Arbeitsplätze, Existenzen und soziale Treffpunkte.
Der Auszubildendenjahrgang 2025 mit ihrer Ausbilderin D. Scheel-Wartenberg
Auszeichnung
Auszeichnung

Ahorn Panorama Hotel Oberhof ist „Top-Ausbildungsbetrieb“

Als viertes Haus der Ahorn Hotels & Resorts wurde das Traditionshotel in Oberhof erstmals mit dem Dehoga-Titel „Top-Ausbildungsbetrieb“ geehrt – ein klares Signal für sein Engagement in der Ausbildung.
Azubiveranstaltung im Wildbad Rothenburg
Nachwuchsförderung
Nachwuchsförderung

Dehoga Bayern stärkt Nachwuchs mit inspirierendem Azubi-Tag

Ein Tag voller Impulse und Perspektiven: Azubis aus der Region erhielten im Wildbad Rothenburg ob der Tauber vielfältige Einblicke in Knigge, Gesundheit, Berufswege und Finanzwissen.
Olaf Lies und Dirk Brueckmann
Präsidiumswahlen
Präsidiumswahlen

Dehoga Niedersachsen hat einen neuen Präsidenten

Dirk Breuckmann ist neuer Präsident des Dehoga Niedersachsen. Die Delegierten wählten den erfahrenen Hotelfachmann in Hannover an die Spitze des Verbandes.
Gereon Haumann
Übernachtungssteuer
Übernachtungssteuer

Keine Bettensteuer in Kaiserslautern – Dehoga Rheinland-Pfalz begrüßt die Entscheidung

Kaiserslautern verzichtet auf die Bettensteuer. Der Dehoga Rheinland-Pfalz spricht von einem starken Signal für Wettbewerbsfähigkeit, Planungssicherheit und den Tourismus in der Region.
Ein Schild mit Messer und Gabel in einem Restaurant mit Aufschrift: 7 Prozent MwSt.
Mehrwertsteuer
Mehrwertsteuer

Niedersachsens Gastgewerbe setzt auf Steuersenkung ab Januar

Kommt die reduzierte Mehrwertsteuer in der Gastronomie nun oder kommt sie nicht? Niedersachsens neuer Dehoga-Präsident hat eine klare Erwartung.
v.l.n.r: Sven Rohde, Hauptgeschäftsführer Handelsverband Hessen e.V.; Petra Boberg,  Moderatorin; Gisbert J. Kern, Hauptgeschäftsführer DEHOGA Hessen e.V.; Tanja Jost,  Mitglied des Hessischen Landtags CDU-Fraktion; Robert Mangold, Präsident DEHOGA  Hessen e.V.; Julia Frank, Co-Vorsitzende Bündnis 90/ Die Grünen Hessen; Jochen Ruths,  Präsident Handelsverband Hessen e.V.; Dr. Josefine Koebe, Generalsekretärin SPD  Hessen; Dr. Thorsten Lieb, Vorsitzender FDP Hessen
Impulse
Impulse

Hessisches Gastgewerbe setzt auf kommunalpolitische Veränderungen für Wachstum und Stabilität

Im Austausch mit Hessens Spitzenpolitik betont die Branche, wie wichtig klare Perspektiven für Gastronomie und Hotellerie sind. Arbeitskräftegewinnung, weniger Bürokratie und lebendige Innenstädte stehen dabei im Mittelpunkt der Forderungen vor den Kommunalwahlen 2026.