Sommerurlaub

Urlauber halten trotz Delta-Sorgen an Plänen fest

Die Delta-Variante verbreitet sich rasant. Auf das Buchungsverhalten hat das laut den Reisekonzernen jedoch keinen Einfluss. Sie verzeichnen vor allem bei kurzfristigen Reisen eine hohe Nachfrage.

Mittwoch, 07.07.2021, 08:29 Uhr, Autor: Natalie Ziebolz
Frau steht vor einer Weltkarte

Die Reiselust der Menschen in Deutschland ist groß – daran ändert vorerst auch die Delta-Variante nichts. (Foto: © carballo/stock.adobe.com)

Die Delta-Variante hat bisher keine Folgen für das Buchungsverhalten. Stornierungen im großen Stil aus Sorge vor Corona-Ansteckungen im Urlaub beobachten die Veranstalter nicht, wie mehrere Unternehmen berichteten. Die Lust der Menschen zu verreisen, sei ungebrochen, hieß es etwa vom Deutschen Reiseverband (DRV) und Veranstaltern. „Speziell für kurzfristigere Reisen noch in den Sommerferien 2021 verzeichnen wir weiterhin eine sehr hohe Nachfrage“, so FTI-Chef Ralph Schiller. Selbst bei medial stark im Fokus stehenden Regionen wie Mallorca reagierten Gäste besonnen, „so dass wir für die Insel derzeit kein erhöhtes Stornierungsaufkommen vermelden“.

Mediendiskussion führt zu Verunsicherung

DER Touristik stellt derzeit ebenfalls „keine vermehrten Stornierungen“ fest. Die Kurzfristbuchungen zeigten, dass viele Kunden jetzt ihren ausgefallenen Sommerurlaub aus 2020 nachholen möchten, sagte DER-Touristik-Chef Ingo Burmester. „Wir sehen aber an den Anfragen in unserem Servicecenter auch, dass die Diskussion in den Medien für Verunsicherung bei den Verbrauchern sorgt.“

Keine negativen Effekte

Andreas Rüttgers, Leiter Touristik beim Veranstalter Schauinsland-Reisen, kann bis auf die jüngsten Portugal-Stornierungen bisher keinen negativen Effekt der Delta-Variante beobachten. „Da Portugal ab dem 7. Juli 2021 nicht mehr als Virusvariantengebiet eingestuft wird, könnte sich hier die angespannte Situation ebenfalls wieder ändern“, sagte er am Dienstag. Aktuell würden alle Buchungen sehr kurzfristig oder bereits für den kommenden Winter getätigt.

(dpa/NZ)

 

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