Tourismus-Trends

Trend zu Individualurlauben und Nachhaltigkeit hält an

Wanderer steigen im Grünen vom Berg ab
Ab ins Grüne – viele Reisende bevorzugen Urlaub in der Natur. (Foto: © Studio Romantic)
Neben vielen Einschränkungen brachte die Pandemie für die Tourismusbranche auch Neuerungen und Trends. Einiges davon könnte längerfristig erhalten bleiben. Die IHK Niedersachsen gibt Einblicke.
Donnerstag, 25.11.2021, 08:12 Uhr, Autor: Natalie Ziebolz

Die Industrie- und Handelskammer (IHK) rechnet auch nach der Corona-Pandemie mit einer hohen Nachfrage nach Individualurlauben. Viele durch Corona aufgezeigte Trends würden längerfristig bleiben, vermutet die Tourismussprecherin der IHK Niedersachsen, Kerstin Kontny. Zu den Trends zählten neben Individualreisen wie Campingtrips auch Aktivurlaube und der Wunsch nach mehr Nachhaltigkeit. „Viele Menschen wollen raus in die Natur“, sagte Kontny. Dieses Bedürfnis habe sich gerade in der Pandemie stark entwickelt. So boome in Niedersachsen derzeit etwa der Camping-Tourismus. Auch Fahrradurlaube seien sehr gefragt. „Diese Entwicklungen sind nicht komplett neu, aber durch Corona deutlicher geworden“, so die Tourismussprecherin.

Ist Inlandstourismus weiter gefragt?

Der Trend zum Inlandstourismus könnte bald wieder abflachen, wenn Reisebeschränkungen aufgrund der Corona-Pandemie aufgehoben werden. Kontny hofft jedoch, dass dafür der Zweit- oder Dritturlaub im eigenen Land verbracht wird. Denn: „Viele haben durch Corona neue Ziele in Deutschland kennen und schätzen gelernt.“ Zumal sich die hiesige Branche weiterentwickelt habe. Vor allem im Bereich der Digitalisierung sei es vorangegangen, etwa durch Onlinebuchungen in Restaurants oder Apps, die bei Überfüllungen von Attraktionen Alternativen vorschlagen. Diese Angebote seien für Reisende attraktiv.

Nachhaltigkeit und Klimawandel nehmen tragende Rolle ein

Neben der Pandemie spielten auch der Klimawandel und Nachhaltigkeit eine wichtige Rolle im Tourismus. Die Auswirkungen der Erderwärmung könnten Tourismusunternehmen in Zukunft die Lebensgrundlage entziehen, etwa durch Katastrophen oder nicht mehr ansehnliche Landschaften, sagte die IHK-Sprecherin. So würde dem Harz aufgrund des Baumsterbens durch den Borkenkäfer ein wichtiger Reisegrund verloren gehen. Viele Unternehmen würden sich bereits für mehr Nachhaltigkeit einsetzen. Etwa durch Rabatte für Urlauber, die mit der Bahn anreisen würden, sagte Kontny. Ein weiteres Beispiel: An der Küste zeichnet der Nationalpark Wattenmeer Hotels und Restaurants aus, die sich für umweltbewusstes Handeln einsetzen.

(dpa/lby/NZ)

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