Statistik

Tourismus in Hamburg erstmals über Vorkrisenniveau

Zum ersten Mal hat Hamburgs Tourismus im Juni mehr Reisende in der Hansestadt begrüßt als vor Beginn der Corona-Pandemie. Trotzdem erwartet Hamburgs Tourismuschef Michael Otremba weitere Herausforderungen.

Dienstag, 23.08.2022, 14:55 Uhr, Autor: Sarah Kleinen
Tourismus-Entwicklungskonzept

5,5 Prozent mehr Touristen als vor Beginn der Corona-Pandemie kamen in diesem Juni nach Hamburg. (Foto: © rh2010/stock.adobe.com)

Wie das Statistikamt Nord am Montag berichtete, kamen 710 000 Gäste in Hamburg an und damit 5,5 Prozent mehr als im Juni 2019. Die Zahl der Übernachtungen stieg demnach im Vergleich zu 2019 sogar um 7,9 Prozent auf 1,543 Millionen.

18,7 Prozent aller Hamburg-Gäste kamen aus dem Ausland, die meisten aus der Schweiz, Österreich, Dänemark, dem Vereinigten Königreich und den USA.

„Es geht spürbar aufwärts“

Hamburgs Tourismuschef Michael Otremba sagte einer Mitteilung zufolge: „Es geht spürbar aufwärts für die Tourismusbranche in Hamburg.“ Allerdings blicke er mit einer „Mischung aus Zuversicht und Sorge“ in die Zukunft: „Die Buchungszahlen für die kommenden Monate sind ermutigend. Aber die kommenden Monate werden auch wieder grundlegende Herausforderungen bereithalten.“

Hamburgs Wirtschaftssenator Michael Westhagemann wertete die Zahlen als Beleg dafür, „dass die Leidenszeit überwunden ist, hoffentlich auf Dauer“. Hamburg verzeichne wieder hervorragende Zahlen „und jeder, der durch die Stadt geht, kann sehen, dass die Gäste wieder da sind“.

Städtetourismus als wichtiger Wirtschaftszweig

Der Städtetourismus aus dem In- und Ausland ist für die Hansestadt einer der wichtigsten Wirtschaftszweige. Bis 2019 wuchs die Zahl der Reisenden stetig an – zuletzt auf mehr als 7,6 Millionen. In den beiden Corona-Jahren 2020 und 2021 kamen mit knapp 3,2 Millionen beziehungsweise gut 3,3 Millionen nicht einmal die Hälfte der Übernachtungsgäste nach Hamburg. Für die ersten sechs Monate 2022 summiert sich die Zahl immerhin nun auf gut 2,9 Millionen – gegenüber 2019 nur noch ein Minus von rund 18 Prozent.

(dpa/SAKL)

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