Tourismus

Regierung erwägt weitere Entlastung der Reisebranche

Die Coronakrise erschüttert nicht nur Gastronomen und Hoteliers, sondern auch die Reiseveranstalter. Jetzt erwägt die Regierung weitere Entlastungen.

Donnerstag, 26.03.2020, 09:09 Uhr, Autor: Thomas Hack
Ein Modell eines Flugzeugs und ein Stapel Geldmünzen

Die Bundesregierung legt neue Vorschläge zur Entlastung der Reisebranche vor. (© nikomsolftwaer/stock.adobe.com)

Die Deutsche Bundesregierung denkt in der Corona-Krise über weitere Entlastungen der Reisebranche nach. So könnten Passagiere bei stornierten Flügen anstelle von Erstattungen künftig Gutscheine erhalten, schlug etwa Regierungs-Koordinator für Luft- und Raumfahrt, Thomas Jarzombek (CDU), vor. Auch für Pauschalreisen prüft die Regierung, ob die Gäste sich nicht zunächst mit Gutscheinen zufrieden geben und zu einem späteren Zeitpunkt verreisen könnten.

„Gutscheine sichern Liquidität“

Er mache sich um die Veranstalter große Sorgen, ließ der Wirtschafts-Staatssekretär und Tourismusbeauftragte der Bundesregierung, Thomas Bareiß (CDU), dazu verlauten. In den kommenden Wochen würden enorme Rückerstattungen in Milliardenhöhe fällig. „Auch kerngesunde Unternehmen halten das nicht länger aus. In der Tat könnte eine Gutscheinlösung hier Liquidität sichern.“ Es sei wichtig, dass der Kunde sicher sein kann, dass sein Geld nicht verloren ist und dass er abgesichert ist. Dies müsse auf eine ordentliche Grundlage gestellt werden.

Airlines und Steuerzahler entlasten

Auch die Luftverkehrsbranche brauche Entlastungen, damit ihre Liquidität sichergestellt sei. „Die Airlines sollten die Möglichkeit bekommen, Gutscheine für Kunden auszustellen – diese könnten sie dann einlösen, wenn der Flugbetrieb wieder hochgefahren wird oder später auch auszahlen lassen“, sagte Jarzombek. „Dies würde die Airlines und
am Ende die Steuerzahler finanziell deutlich entlasten.“

Lufthansa bietet 50-Euro-Bonus

Lufthansa und andere Gesellschaften versuchen derzeit, ihre Kunden von konkreten Erstattungsanträgen für stornierte Flüge abzuhalten. Sie gewähren aktuell lange Fristen, um die bereits bezahlten Tickets auf andere Flüge im Laufe des Jahres umzubuchen. Lufthansa bietet dafür sogar einen Bonus von 50 Euro. (dpa/TH)

 

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