Wettbewerbsfähigkeit

Positive Signale Mahrers für den österreichischen Tourismus

Der neue Wirtschaftsminister kündigt eine Evaluierung der im vergangenen Jahr erhöhten Mehrwertsteuer für Übernachtungen an – Tourismusobfrau Nocker-Schwarzenbacher: „Es geht um die Wettbewerbsfähigkeit“.

Mittwoch, 07.06.2017, 10:41 Uhr, Autor: Clemens Kriegelstein
Familie Fahrradtour

Für den österreichischen Tourismus gibt es positive Signale. (© ARochau / fotolia)

„Ich freue mich sehr über die positiven Signale von Bundesminister Harald Mahrer in Richtung des Tourismus, der heute einmal Klartext spricht, und unserer Branche damit endlich den Stellenwert einräumt, den sie verdient“, begrüßt Petra Nocker-Schwarzenbacher, Obfrau der Bundessparte Tourismus in der Wirtschaftskammer, die aktuelle Ankündigung Mahrers, die Auswirkungen der im Rahmen der Steuerreform im Mai 2016 von 10 auf 13 Prozent erhöhten Mehrwertsteuer auf Nächtigungen in einem Jahr evaluieren zu wollen. Für Nocker-Schwarzenbacher ein wichtiger Schritt zum richtigen Zeitpunkt, immerhin gehe es um die Wettbewerbsfähigkeit einer österreichischen Leitbranche.

Denn während in Österreich die Mehrwertsteuer von 13 Prozent erhöht wurde, beträgt in Deutschland der Mehrwertsteuersatz für Logis sieben Prozent, in der Schweiz 3,8 Prozent, in Italien und in Frankreich 10 Prozent – die EU-Kommission empfiehlt sogar einen Satz von 5 Prozent. Auch eine aktuelle Studie der HOTREC – des europäischen Dachverbandes für Hotels, Restaurants und Cafés – belegt ganz klar die positiven Auswirkungen reduzierter Mehrwertsteuersätze auf Arbeitsplätze und Wettbewerbsfähigkeit. „Eine solcher Schritt würde als positiver Katalysatoreffekt für die Schaffung neuer Beschäftigungsverhältnisse, mehr Investitionen und Wachstum und damit Stärkung der heimischen Wettbewerbsfähigkeit sorgen“, so die WKÖ-Branchensprecherin. „Die steuerliche Entlastung der Tourismusbetriebe – allen voran die Mehrwertsteuer-Senkung – ist dementsprechend eine vorrangige Forderung der Tourismuswirtschaft und es freut uns sehr, dass wir damit beim neuen Tourismusminister Gehör finden.“

Auch im Bereich der Entbürokratisierung stimmen die Ankündigungen des Ministers die WKÖ-Branchenvertreterin positiv: „Doppelgleisigkeiten gehören hier ebenso abgeschafft wie veraltete Regelungen“, so Nocker-Schwarzenbacher. (CKS)

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