Megaprojekt

Peking baut größten Flughafen der Welt

Flugzeug fliegt über Baustelle Flughafen Seestern
2019 soll der größte Flughafen der Welt, „Seestern“, in Peking eröffnet werden. (Foto: © dpa – Bildarchiv)
Was die Berliner nicht schaffen, ist für die Chinesen ein Leichtes. Beim Bau des Projekts „Seestern“ liegen die asiatischen Arbeiter voll im Zeitplan. Nach nur 40 Monaten soll der größte Flughafen der Welt fertig sein.
Dienstag, 11.04.2017, 10:15 Uhr, Autor: Markus Jergler

Für den Bau des neuen Mega-Airports, 60 Kilometer von Chinas Hauptstadt entfernt, mussten dutzende Dörfer Platz machen. Seit September 2015 laufen dort die Bauarbeiten auf Hochtouren. Die Menschen arbeiten schnell und ohne Pause, niemand möchte Zeit verlieren. Die Hälfte der Arbeit ist bereits geschafft. Bis zum Jahr 2019 soll der Flughafen fertig sein und seine Arbeit aufnehmen. So wie man die Chinesen kennt, kann man davon ausgehen, dass das geplante Eröffnungsdatum auch eingehalten wird – anders als in Berlin. Seinen Namen „Seestern“ verdankt der neue Airport seiner Form, die mit den sechs großen Seitenarmen an einen solchen erinnert.

Wie Spiegel Online berichtet, ist für den Anfang eine jährliche Abfertigung von insgesamt 45 Millionen Passagieren geplant. Sobald dann einige geplante Erweiterungen fertiggestellt wurden, soll diese Zahl auf 100 Millionen pro Jahr steigen. Bereits heute ist China das Land mit den meisten Flughäfen (knapp 200 insgesamt). Als 2005 die Bauarbeiten für den BER in Berlin starteten, gab es in China bereits 140 Flughäfen. Bis zum Jahr 2025 sollen nach Angaben der Regierung noch einmal rund 124 neue Airports dazukommen. Diese Neubauten werden jedoch wahrscheinlich keine vier Jahre Bauzeit verschlingen. „Nur bei den wichtigsten und größten Flughäfen dauert es so lange“, sagt der chinesische Flughafen-Designer Fang Cheng. Im Durchschnitt würde der Bau lediglich zwei bis drei Jahre in Anspruch nehmen. Zur Erinnerung: In Berlin baut man inzwischen seit 12 Jahren. Die schnelle Vorgehensweise in China liegt natürlich auch daran, dass die Regierung viel rigoroser gegen die eigene Bevölkerung vorgeht. So wurden für den Bau des „Seesterns“ einfach dutzende Dörfer, die auf der Fläche des künftigen Airports standen, platt gemacht. (Spiegel Online / MJ)

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