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Nordseeküste rückt beim Tourismus unter ein Dach

Ob Inseln, Ostfriesland oder die Wesermarsch: Bislang werben viele kleine Tourismusorganisationen für einen Urlaub an der Küste. Eine neue Tourismusagentur für die Nordseeregion soll das Klein-Klein nun beenden.

Dienstag, 25.01.2022, 09:52 Uhr, Autor: Martina Kalus
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Die niedersächsische Küste und Bremerhaven zählen bereits zu den wichtigsten Urlaubsregionenen in Deutschland. (Foto: © baranq/stock.adobe.com)

Die Nordseeregion von der niederländischen Grenze bis zur Elbe will künftig enger zusammenarbeiten und international bekannter werden. Dazu gründeten Vertreter von insgesamt neun Kommunen aus Niedersachsen und Bremen am Montag in Wilhelmshaven eine gemeinsame, touristische Dachorganisation – die Tourismusagentur Nordsee GmbH (Tano). Die länderübergreifende Agentur mit Sitz in Wilhelmshaven soll die Urlaubsregion ab sofort gemeinsam entwickeln und vermarkten.

„Wir setzen auf eine stärkere interkommunale Zusammenarbeit und Abstimmung von Projekten für Gäste, aber auch für Einheimische“, sagte der Vorsitzende des Tourismusverbands Nordsee und Landrat des Kreises Wittmund, Holger Heymann (SPD), nach der Gründung. Bislang gebe es in der Region rund 60 einzelne Tourismusorganisationen. Die neue Agentur solle helfen, Doppelstrukturen abzubauen und Ressourcen zu schaffen, etwa um stärker ein internationales Publikum anzusprechen.

Sieben Landkreise

An der neuen Tourismusagentur Nordsee sind die sieben niedersächsischen Landkreise Ammerland, Aurich, Cuxhaven, Friesland, Leer, Wesermarsch und Wittmund sowie die kreisfreie Stadt Wilhelmshaven und aus Bremen die Seestadt Bremerhaven beteiligt. Vorbereitungen für den Verbund laufen bereits seit 2018.

Als einzige Kommune entlang der niedersächsischen Nordseeküste wird die Stadt Emden nicht Teil der neuen Agentur. Aus Sicht der Stadt stehe der finanzielle Mehraufwand für die Agentur in keinem Verhältnis zum Nutzen für den Standort Emden, teilte ein Stadtsprecher auf dpa-Anfrage mit. Stattdessen wolle die Kommune für ihre touristischen Angebote weiter auf die Marke «Ostfriesland» setzen. Einen späteren Beitritt schließe die Stadt aber nicht aus.

Stärkere Verknüpfung

Tatsächlich sollen bereits bestehende touristische Regionalmarken wie Ostfriesland, die Ostfriesischen Inseln oder das Cuxland, die Region um Cuxhaven, erhalten bleiben, jedoch stärker miteinander verknüpft werden. „Wir wollen eine Mehrmarkenstrategie fahren, anstatt uns zu kannibalisieren“, sagte Heymann. 2024 wollen die Initiatoren die Arbeit der Agentur überprüfen. Zum Start übernimmt Göran Sell, Geschäftsführer der Ostfriesischen Inseln GmbH, die Geschäftsführung.

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