Nürnberg erreicht 3,86 Millionen Übernachtungen
Nürnberg hat im Jahr 2025 insgesamt 3.866.470 Übernachtungen erzielt und damit das hohe Niveau des Rekordjahres 2024 leicht übertroffen. Das entspricht einem Plus von 0,1 % beziehungsweise 1.969 zusätzlichen Übernachtungen im Vergleich zum Vorjahr. Die touristischen Ankünfte stiegen um 2,5 % auf 2.147.101.
Dr. Andrea Heilmaier, Wirtschafts- und Wissenschaftsreferentin der Stadt Nürnberg, betont: „Die Tourismuszahlen zeigen eindrucksvoll, wie stark Nürnberg als Destination aufgestellt ist. Besonders erfreulich ist der Dezember 2025 als stärkster Einzelmonat seit Beginn der Aufzeichnungen – auch dank unseres Zugpferdes Christkindlesmarkt. Wenn internationale Leitmessen, starke Veranstaltungen und die Attraktivität unserer Innenstadt zusammenkommen, entsteht große Strahlkraft. Davon profitieren Handel, Gastronomie, Hotellerie und viele weitere Branchen – und vor allem die Menschen, deren Arbeitsplätze hier gesichert werden. Tourismus ist für Nürnberg kein Selbstzweck, sondern ein zentraler wirtschaftlicher Impulsgeber mit nachhaltiger Wirkung.“
Auch Yvonne Coulin, Geschäftsführerin der Congress- und Tourismus-Zentrale Nürnberg (CTZ), ordnet die Entwicklung ein: „Die aktuellen Zahlen belegen die weiterhin stabile touristische Entwicklung Nürnbergs. Besonders die positive Entwicklung im Inland sowie die starken Leisure-Monate haben dazu beigetragen, das Rekordniveau des Vorjahres zu halten. Dass dies trotz eines turnusgemäß schwächeren Messejahres gelungen ist, unterstreicht die breite touristische Aufstellung der Stadt.“
Dezember mit historischem Höchstwert
Der Dezember 2025 war mit 400.578 Übernachtungen der stärkste Monat seit Beginn der statistischen Erfassung. Gegenüber dem Vorjahresmonat entspricht dies einem Plus von 3,3 %. Erstmals wurde damit die Marke von 400.000 Übernachtungen in einem einzelnen Monat überschritten. Der Dezember 2025 löst damit den bisherigen Spitzenreiter Juli 2025 ab.
Inland legt zu, Ausland mit Rückgängen
Deutschland bleibt mit einem Anteil von 67 % wichtigster Quellmarkt. Rund 2,6 Millionen Gäste aus dem Inland übernachteten in Nürnberg, was einem Zuwachs von 1,1 % entspricht.
Die Übernachtungen aus dem Ausland gingen dagegen um 2,1 % auf rund 1,3 Millionen zurück. Davon entfielen 872.274 Übernachtungen (Minus 3,0 %) auf das europäische Ausland.
Bei den internationalen Quellmärkten verzeichneten lediglich Österreich (Plus 2,7 %) und die Niederlande (Plus 2,2 %) eine positive Entwicklung. Besonders deutlich fielen die Rückgänge in Italien (Minus 13,4 %) und Polen (Minus 11,6 %) aus. Auch aus den USA wurden mit minus 2,9 % weniger Übernachtungen registriert.
Als wesentliche Ursache gilt der Messekalender, da 2025 turnusgemäß mehrere international bedeutende Leitmessen nicht stattfanden. Die Vereinigten Staaten bleiben dennoch wichtigster internationaler Quellmarkt vor Italien und Österreich.
Unschlittplatz in Web-App integriert
Die Web-App der Nürnberger Quartiere wurde um den Unschlittplatz erweitert. Ziel ist es, einzelne Stadtbereiche digital sichtbarer zu machen und Besucher gezielter zu lenken.
Die Anwendung bündelt Informationen zu Gastronomie, Einzelhandel, Kulturangeboten sowie besonderen Orten eines Viertels. Rund 50.000 Nutzer, 270.000 Seitenaufrufe und eine durchschnittliche Sitzungsdauer von 2:30 Minuten unterstreichen die Bedeutung der Web-App als digitales Kommunikationsinstrument.
Musikfestival-Kampagne wird fortgeführt
Die CTZ setzt 2026 die Musikfestival-Kampagne „Nürnberg klingt nach!“ fort. Ziel ist es, Nürnberg national und international über Musikfestivals zu positionieren.
Im Fokus stehen das 50-jährige Bestehen des Bardentreffens sowie der 450. Geburtstag von Hans Sachs. Das Bardentreffen wird aus diesem Anlass um einen zusätzlichen Veranstaltungstag erweitert. Zudem feiert das Musikfest ION 75-jähriges Jubiläum. Ergänzt wird die Kampagne künftig durch Rock im Park.
Dokumentationszentrum im Fokus der Kommunikation
Die Wiedereröffnung des Dokumentationszentrums Reichsparteitagsgelände im Jahr 2026 ist ein zentrales Thema der nationalen und internationalen Pressearbeit.
Ein neu gestalteter Media Room informiert Medien umfassend über die geplanten Maßnahmen und Inhalte. Das Thema wird unter anderem in den USA, im Vereinigten Königreich und in Österreich aktiv bei Medien platziert.
(dpa/ SAHO)