Bis zu 400.000 Euro Strafe

Ibiza verbietet Airbnb & Co.

Bei zahlreichen Touristen ist Airbnb eine beliebte Alternative zu Hotels – und das in fast allen Ländern der Welt. Ibiza will nun jedoch die private Vermietung von Immobilien an Touristen verbieten. 

Montag, 12.02.2018, 13:50 Uhr, Autor: Markus Jergler
Panorama einer Stadt auf Ibiza

Ibiza verbietet Privatvermietungen für Touristen. (Foto: jovannig/fotolia)

Das Verbot ist nicht direkt und ausschließlich gegen Airbnb, sondern verbietet generell das Vermieten von privaten Häusern und Appartments an Touristen. Dies hat die örtliche Verwaltung wegen der zunehmenden Wohnungsnot angeordnet, wie die Frankfurter Neue Presse berichtet.

Der Wohnraum auf der spanischen Insel ist knapp. Die Zahl an Vermittlungen von Wohnungen und Apparments habe vor allem während der Reisemonate so stark zugenommen, dass Einheimische und Saisonarbeiter teilweise in ihren Autos übernachten mussten. Die Bürger der Baleareninsel können sich eigenen Wohnraum so gut wie gar nicht mehr leisten.

Ab diesem Sommer tritt das Verbot in Kraft. Es erstreckt sich vor allem auf die Hauptstadt der Insel. „Das Aufkommen der Online-Plattformen, die es ja noch gar nicht so lange gibt, hat zu einer unhaltbaren Situation geführt”, wird der Leiter der örtlichen Tourismusbehörde, Vicente Torres, auf fnp.de zitiert. „Was wir im Sommer 2017 erlebt haben, war für niemanden gut. Deshalb wollen wir, dass es wieder Langzeit-Vermietungen an Bürger gibt statt Kurzzeit-Vermietungen an Touristen.”

Illegale Vermietungen können bereits seit dem vergangenen Jahr teuer werden. Ein im August 2017 verabschiedetes Gesetz sieht bis zu 400.000 Euro Strafe für die Vermittlungsplattform und bis zu 40.000 Euro Strafe für den Immobilienbesitzer vor. Allerdings sei die erhoffte Abschreckung bislang ausgeblieben, weshalb man nun verstärkt kontrolliere. (fnp.de/MJ)

 

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