Neues Angebot für Biker

Heli-Biking als umstrittener Trend

Ab nächsten Sommer können Downhill-Begeisterte bequem im Helikopter im Wallis einige Gipfel ansteuern. Ein neuer Anbieter von Bike-Aktivitäten bietet erstmals in der Schweiz Heli-Biking an – sehr zum Unmut von Umweltschützern.

Donnerstag, 21.12.2017, 11:22 Uhr, Autor: Clemens Kriegelstein
Ein Mann beim Skifahren und ein Helikopter im Hintergrund

Schon das Heli-Skiing wird von Umweltschützern nicht gerne gesehen, jetzt soll mit dem Heli-Biking ein weiterer umstrittener Trend dazukommen. (© Wikimedia)

Eine neue Trendsportart, die schon in Ländern wie Italien, Rumänien, Neuseeland, aber auch Nord- und Südamerika erfolgreich ist, kommt bald auch in die Schweiz: das Heli-Biking, bei dem Mountainbiker sich den mühsamen Aufstieg auf den Berg sparen. Stattdessen werden sie mit dem Hubschrauber auf den Gipfel gebracht und können von dort ins Tal abfahren. Die Umweltorganisation Mountain Wilderness Schweiz warnte jetzt laut einer Mitteilung der Luzerner Zeitung vor den Folgen für die Alpenwelt, deren Bewohner und die Konflikte, die sich am neuen Tourismusangebot entzünden werden.

Schon heute seien viele Wanderer kritisch gegenüber dem Bikesport eingestellt. Etabliere sich das Heli-Biking, werde die Ablehnung zunehmen. Ferner kritisierte Mountain Wilderness den Lärm sowie den CO2-Ausstoss der Helikopter.

Mountain Wilderness kritisierte laut der Luzerner Zeitung auch den Schweiz Tourismus scharf, da dieser den Helikoptertourismus promote: „Aktuell wirbt die Organisation mit ihrer Kampagne ‚Upgrade your Winter‘ nämlich fürs Heli-Skiing.“ Schweiz Tourismus schaffe so „zusätzliche Akzeptanz für den Helikopter als Transportmittel für ’sportliche‘ Aktivitäten“, kritisiert Mountain Wilderness. Werde Heli-Biking im Sommer zum neuen Trendsport, würden die Flugbewegungen in den Alpen noch zunehmen. (Luzerner Zeitung/CK)

 

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