Lockdown

Camper und Betreiber fordern Öffnungen

In Berlin haben mehr als 1.000 Camping-Freunde mit Wohnmobilen und Wohnwagen für eine sofortige Öffnung der Stell- und Campingplätze demonstriert.

Montag, 19.04.2021, 15:25 Uhr, Autor: Martina Kalus
Wohnmobil-Korso

Der Wohnmobil-Korso fuhr vom Olympiastadion bis zum Reichstagsgebäude. (Foto: © makera/stock.adobe.com)

„Wir reisen coronakonform“ und „Campen statt Malle“: Viele Hundert Camping-Freunde demonstrierten in Berlin für eine sofortige Öffnung der Stell- und Campingplätze. Sie fuhren in einem sehr langen Wohnmobil-Korso am Samstag vom Olympiastadion am westlichen Stadtrand der Hauptstadt zum Reichstagsgebäude in Mitte. Angemeldet waren rund 700 Fahrzeuge. Thomas Albrecht von der Initiative „Campen mit Abstand“ sagte, es seien deutlich mehr Teilnehmer gekommen. „Wir sind mehr als 1.000.“

Saisonstart abgesagt

Der übliche Saisonstart an Ostern war auf den deutschen Campingplätzen in diesem Jahr der Corona-Pandemie zum Opfer gefallen. Nur Dauercamper dürfen in den meisten Bundesländern ihre Wohnwagen beziehen. Die Branche hofft nun auf Lockerungen vor den langen Wochenenden im Mai. Eine Online-Petition fand bislang gut 44.000 Unterstützer.

Preise leicht gestiegen

Nach einer Auswertung des Portals camping.info, ist campen in den vergangenen zwei Jahren in den meisten europäischen Ländern teurer geworden. In Deutschland kostet die Übernachtung durchschnittlich 24,53 Euro für zwei Personen in der Hauptsaison inklusive Stellplatz, Caravan, Strom und Ortstaxe. Das waren 70 Cent oder rund drei Prozent mehr als beim vorherigen Vergleich 2019.

(dpa/MK)

 

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