Alpentourismus

Bayerns Hüttenwirte profitieren vom Traumsommer

Die Hüttengastronomen des Deutschen Alpenvereins (DAV) sind mit der diesjährigen Saison zufrieden. Doch auch Nachteile sind mit dem klimatischen Sommermärchen 2018 verbunden.

Montag, 20.08.2018, 10:44 Uhr, Autor: Thomas Hack
Eine deftige Brotzeit angerichtet auf einem Holzbrett vor einem Bergpanorama

Deutschlands Hütten können sich über den diesjährigen Traumsommer freuen. (©stockpics/Fotolia)

Viele sonnige Tage, viele glückliche Hüttenbesucher, viele zufriedene Gastronomiemitarbeiter – in diesen knappen Worten kann man die bisherige Bilanz der deutschen Hüttenwirte wohl am ehesten zusammenfassen. „Vereinzelt gibt es fünf Prozent mehr Übernachtungen als im Vorjahr – und nahezu überall mehr Tagesgäste“ , teilte DAV-Sprecherin Miriam Roth diesbezüglich der Deutschen Presse-Agentur in München mit. Auch die Übernachtungsplätze an den beliebtesten Routen sind offensichtlich bis weit in den Herbst hinein bereits ausgebucht.

Doch das alpine Sommermärchen hat auch Nachteile aufzuweisen: So mussten aufgrund des deutschen Bilderbuchsommers zahlreiche Gäste im Allgäu und im Spitzinggebiet auf ihre tägliche Dusche verzichten – schlichtweg um wertvolles Wasser zu sparen. Die Hitze führte auch zu Neuerungen auf der Speisekarte: Statt auf Deftiges freuten sich die Menschen zur Brotzeit viel mehr über Salate, leichte Suppen und andere kulinarische „Erfrischungen“ zur Sommerzeit. „Der Renner auf dem Albert-Link-Haus im Spitzinggebiet ist Gurkenkaltschale“, teilte Roth der Deutschen Presse-Agentur weiter mit. Kaiserschmarrn gehe trotz hoher Temperaturen auch immer.

Sorgen machen dem DAV hingegen die unschönen Hinterlassenschaften der Ausflügler: „An einem schönen Tag sind die Berge voller Müll“, so Roth. Zudem würden ihr zufolge immer mehr Menschen mit falschen Erwartungen auf Tour gehen: „Die sind oft schlecht ausgerüstet und wollen alle gleichzeitig das einmalige Naturerlebnis inklusive Fünf-Sterne-Service.“ (lby/TH)

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