Corona

Aus für ITB

Die weltgrößte Reisemesse ITB wurde aufgrund des Corona-Virus abgesagt. Mehr als 10.000 Aussteller aus über 180 Ländern sind betroffen.

Freitag, 28.02.2020, 20:20 Uhr, Autor: Thomas Hack
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Die Reisemesse ITB mit 10.000 Ausstellern wurde wegen Corona abgesagt. Doch auch in der Schweiz werden radikale Konsequenzen gezogen. (Foto: ©Messe Berlin)

Die Panik vor dem Coronavirus belastet die deutsche Wirtschaft immer stärker: Der Genfer Autosalon in der kommenden Woche fällt aus, ebenso die weltgrößte Reisemesse ITB in Berlin. Am Ende einer historisch schlechten Handelswoche stießen Investoren auf breiter Front Aktien ab, die Indizes Dax und Dow Jones gaben mehrere Prozent ab. Mehrere Fluggesellschaften strichen Flüge, vor allem nach Norditalien…

Versorgung der Bevölkerung gewährleistet

Auch aus der Handelsbranche kommen vermeintlich besorgniserregende Nachrichten: Zahlreiche Ketten sprachen von erhöhten Verkaufszahlen bei Produkten wie Konserven oder Desinfektionsmitteln. Kurzfristig sei es in einigen Läden dadurch auch zu Engpässen gekommen. Doch der Handelsverband Deutschland betonte, grundsätzlich seien die Lieferstrukturen im Handel effizient und gut vorbereitet, sodass die Versorgung der Bevölkerung gewährleistet ist.

„Auflagen von der Messe Berlin nicht umsetzbar“

Die Messe Berlin gab bekannt, dass die Reisemesse ITB abgesagt wird. Nach Angaben der Messegesellschaft hat das zuständige Gesundheitsamt die Auflagen stark erhöht. „Unter anderem ordnet die Behörde an: Jeder Messeteilnehmer muss der Messe Berlin belegen, nicht aus den definierten Risikogebieten zu stammen oder Kontakt zu einer Person aus den Risikogebieten gehabt zu haben“, teilte die Messe Berlin mit. „Die Auflagen insgesamt sind von der Messe Berlin nicht umsetzbar.“ Die fünftägige Internationale Tourismusbörse (ITB) mit rund 10.000 Ausstellern sollte eigentlich am Mittwoch beginnen.

Auch Hotels, Restaurants und Caterer werden betroffen sein

Sollte es zu Absagen größerer Veranstaltungen kommen, träfe das auch Hotels, Restaurants und Caterer. Der Branchenverband Dehoga bekräftigte, dass sich für die Branche bislang nur „eine punktuelle Betroffenheit“ feststellen lasse. „Vereinzelt berichten Hotels von Stornierungen chinesischer Reisender“, hieß es in einer Stellungnahme.

Schweiz sagt ebenfalls wichtige Messen ab

Die Schweiz verbot indes Veranstaltungen mit mehr als 1.000 Menschen. Diesem Verbot fällt auch der Genfer Autosalon zum Opfer, der am Montag beginnen sollte und zu dem 600.000 Besucher erwartet wurden. Zuvor war schon die erst für April geplante Genfer Uhrenmesse abgesagt worden. Für die Autobranche ist die Absage des Autosalons ein weiterer Schlag nach der Verschiebung der eigentlich für April geplanten großen chinesischen Automesse in Peking.  (dpa/TH)

 

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