Welthundetag 2026

Was Hundehalter von Hotels und Restaurants erwarten

Hund im Hotel
Vom Wassernapf bis zum ausgewiesenen Außenbereich: Zum Welthundetag zeigen aktuelle Zahlen, wie sich Hotellerie und Gastronomie auf Gäste mit Vierbeiner einstellen können. (Foto: © New Africa/stock.adobe.com)
Immer mehr Menschen möchten ihren Hund auch beim Restaurantbesuch oder im Urlaub dabeihaben. Für Gastgeber wird Hundefreundlichkeit damit zu einem zunehmend relevanten Servicefaktor. Aktuelle OpenTable-Daten zeigen, was Hundehalter erwarten – und die Five E Group macht vor, wie Hotels daraus konkrete Angebote entwickeln.
Donnerstag, 08.10.2026, 12:44 Uhr, Autor: Karoline Giokas

Am 10. Oktober ist Welthundetag. Für Hotellerie und Gastronomie ist der Aktionstag mehr als ein Anlass für ein niedliches Social-Media-Motiv: Hunde spielen bei der Auswahl von Restaurants und Urlaubszielen eine zunehmend wichtige Rolle.

So geben 70 Prozent der Hundehalter in Deutschland an, dass es für sie bei der Restaurantwahl wichtig ist, dass Hunde willkommen sind. Gleichzeitig registrierte OpenTable im ausgewerteten Zeitraum 9 Prozent mehr Restaurantbesuche mit Hund als im Vorjahreszeitraum. Auch die Zahl der Restaurants auf der Plattform, die Hunde willkommen heißen, ist demnach um 21 Prozent gestiegen.

Für Gastronomen kann sich Hundefreundlichkeit damit zu einem echten Auswahlkriterium entwickeln. Entscheidend ist allerdings nicht allein die Erlaubnis, einen Hund mitzubringen.

Hundefreundliche Restaurants brauchen klare Regeln

62 Prozent der befragten Hundehalter wünschen sich mehr Restaurants mit ausgewiesenen Bereichen für Hunde oder speziellen Spielflächen. Für 47 Prozent sind außerdem klare Informationen darüber wichtig, welche Regeln für Hunde im Restaurant gelten.

Damit stellt sich für Gastronomen eine praktische Frage: Wo dürfen Hunde sitzen, welche Bereiche sind für sie vorgesehen und was wird von ihren Haltern erwartet?

Auch das Angebot für die Vierbeiner selbst kann die Restaurantwahl beeinflussen. 65 Prozent der Hundehalter achten darauf, ob ein Restaurant passende Speisen oder Getränke für Hunde anbietet. 34 Prozent interessieren sich zudem für spezielle hundefreundliche Veranstaltungen.

Für Gastronomen bedeutet das: Wer Hunde willkommen heißt, sollte diese Information nicht verstecken. Hinweise auf der Website, im Restaurantprofil und bei der Reservierung können Erwartungen frühzeitig klären und gleichzeitig die passende Zielgruppe ansprechen.

Hunde im Restaurant: Draußen ist besonders gefragt

Am liebsten sitzen Hundehalter mit ihrem Vierbeiner im Außenbereich: 79 Prozent der Befragten bevorzugen beim Restaurantbesuch einen Platz draußen. Für einen besonders attraktiven Außenbereich würden sie durchschnittlich sogar eine Anfahrt von 51 Minuten in Kauf nehmen.

Gleichzeitig scheint die Suche nach einem passenden Restaurant nicht immer einfach zu sein. 59 Prozent der Hundehalter geben an, Schwierigkeiten bei der Suche nach hundefreundlichen Restaurants oder Cafés zu haben.

Für Gastgeber liegt darin eine Chance: Wer über einen attraktiven Außenbereich verfügt und Hunde dort willkommen heißt, kann dieses Angebot gezielt kommunizieren. Ebenso wichtig sind transparente Angaben dazu, in welchen Bereichen Hunde erlaubt sind.

Urlaub mit Hund: Hotels erweitern ihre Angebote

Das Thema betrifft allerdings nicht nur die Gastronomie. Auch für Hotels wird die Frage relevant, wie ein Aufenthalt mit Hund möglichst unkompliziert gestaltet werden kann.

Denn „Hunde erlaubt“ ist aus Sicht vieler Gäste längst nicht das einzige Kriterium. Gefragt sind zunehmend Services und Ausstattungen, die den Aufenthalt für Mensch und Tier angenehmer machen.

Ein Beispiel dafür liefert die Five E Group. Zu ihrem Portfolio in Mecklenburg-Vorpommern gehören unter anderem das Schloss Fleesensee, das Maremüritz Yachthafen Resort sowie die Beech Resorts am Fleesensee, am Plauer See und in Boltenhagen.

„Unser Ziel ist es, unsere Destinationen Schritt für Schritt zu einer der ersten Adressen für Urlaub mit Hund in Deutschland weiterzuentwickeln“, sagt Gunnar Gust, Geschäftsführer der Five E Group.

Hundefreundliche Hotels setzen auf mehr als ein Hundebett

Wie ein entsprechendes Konzept aussehen kann, zeigt die Ausstattung der verschiedenen Häuser.

Im Schloss Fleesensee erhalten vierbeinige Gäste unter anderem ein Hundekörbchen, Futter- und Wassernäpfe sowie einen persönlichen Willkommensbrief und ein Leckerli. Ausgewählte Bereiche des Hotels können gemeinsam mit dem Hund genutzt werden. Dazu gehören auch Restaurant- und Terrassenbereiche.

Im Maremüritz Yachthafen Resort stehen großzügige Apartments mit Hundeausstattung zur Verfügung. Hunde sind zudem im Restaurant Bella Riva willkommen. Wassernäpfe stehen bereit. Ergänzend wurde das Angebot um einen Shop mit Hunde-Accessoires erweitert.

Auch die Beech Resorts verfügen über speziell ausgestattete Zimmer und Apartments. Je nach Standort gehören Hundebetten, Futter- und Wassernäpfe, Kuscheldecken und kleine Willkommensgeschenke zur Ausstattung. Im Beech Resort Plauer See gibt es bei ausgewählten Unterkünften zusätzlich einen eingezäunten Wiesenbereich mit Veranda.

Hundefreundlichkeit muss zum Gesamtkonzept passen

Für Hotels und Restaurants geht es damit nicht allein darum, Hunde zu erlauben. Entscheidend ist ein stimmiges Konzept, das die Bedürfnisse der Vierbeiner ebenso berücksichtigt wie die der übrigen Gäste.

Wo darf der Hund mit hin? Welche Ausstattung steht bereit? Gibt es geeignete Außenbereiche? Welche Regeln gelten? Und wie werden diese Informationen bereits vor der Buchung oder Reservierung kommuniziert?

Gerade der letzte Punkt kann für Gastgeber wichtig sein. Denn 64 Prozent der Hundehalter geben an, sich darum zu sorgen, dass ihr Hund andere Restaurantgäste stören könnte.

Hundefreundlichkeit bedeutet daher auch, klare Rahmenbedingungen zu schaffen. Für Hoteliers und Gastronomen kann daraus ein Serviceangebot entstehen, das die Zielgruppe gezielt anspricht, ohne die Bedürfnisse anderer Gäste aus dem Blick zu verlieren.

Welthundetag 2026: Die wichtigsten Zahlen

  • 70 Prozent der Hundehalter finden es wichtig, dass Hunde im Restaurant willkommen sind.
  • 79 Prozent bevorzugen beim Restaurantbesuch den Außenbereich.
  • 65 Prozent achten auf Angebote für den Hund.
  • 62 Prozent wünschen sich mehr ausgewiesene Hundebereiche oder Spielflächen.
  • 59 Prozent haben Schwierigkeiten, hundefreundliche Restaurants oder Cafés zu finden.
  • 47 Prozent finden klare Regeln für den Restaurantbesuch mit Hund wichtig.
  • 34 Prozent interessieren sich für hundefreundliche Events.
  • 64 Prozent sorgen sich, dass ihr Hund andere Gäste stören könnte.

Zur Methodik: Die Verbraucherumfrage wurde von Ripple Research im Auftrag von OpenTable unter 1.500 Personen in Deutschland durchgeführt, darunter 750 Hundehalter und 750 Personen ohne Hund. Die Befragung fand vom 10. bis 15. April 2026 statt. Die Fehlermarge liegt bei ±2,53 Prozent.

Die OpenTable-Daten zu den Restaurantbesuchen basieren auf online reservierten und tatsächlich wahrgenommenen Restaurantbesuchen in aktiven hundefreundlichen Restaurants auf der Plattform in Deutschland. Verglichen wurden die Zeiträume 1. März 2025 bis 28. Februar 2026 und der entsprechende Vorjahreszeitraum.

(Opentable/Five E Group/KAGI)

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