Kooperation

Selektion Deutscher Luxushotels und Hapag-Lloyd Cruises verkünden Partnerschaft

Um seinen Gästen „zu Lande, zur See und zur Luft“ einen adäquaten Service bieten zu können, geht die Selektion Deutscher Luxushotels eine neue Partnerschaft mit Hapag-Lloyd Cruises ein.

Freitag, 04.03.2022, 12:33 Uhr, Autor: Martina Kalus
Frist naht – wann verfällt mein Resturlaub? Das Bundesurlaubsgesetz regelt, dass ein Arbeitnehmer seinen Urlaub in dem Kalenderjahr nehmen muss, in dem er anfällt. Es gibt jedoch auch Ausnahmen, bei denen Urlaubstage ins neue Jahr übertragen werden können. Auch dieses Jahr wurden coronabedingt viele Urlaubspläne über den Haufen geworfen. Für viele Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen war das Grund genug, die wertvollen Urlaubstage erstmal aufzusparen. Einige haben Urlaubstage sogar ins neue Jahr mitgenommen. Für alle Fragen rund um den Urlaub von Arbeitnehmern gibt es das "Bundesurlaubsgesetz" (BUrlG): Hier steht unter anderem, dass der Urlaub im laufenden Kalenderjahr genommen werden muss. Ist das nicht der Fall, verfällt der Urlaub, erklärt Johannes Schipp, Fachanwalt für Arbeitsrecht. Arbeitgeber müssen darauf hinweisen, dass der Urlaub verfällt, Laut Bundesurlaubsgesetz (Paragraf 7) kann der Urlaub ins nächste Jahr übertragen werden, wenn dringende betriebliche Gründe das rechtfertigen. "Denkbar wäre", so Schipp: Ein Arbeitgeber bekommt gegen Ende des Jahres einen riesigen Auftrag. Dann könne er Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern verbieten, im laufenden Jahr noch Urlaub zu nehmen. Der Anspruch bestehe dann bis zum 31. März des Folgejahres. – Wenn der Arbeitnehmer den Urlaub aufgrund von Krankheit erneut nicht nehmen kann – Krankheit – jedoch nicht automatisch. Denn Besteht ein Urlaubsanspruch bei Krankheit? Grundsätzlich gilt, dass sich der Urlaubsanspruch bei Krankheit um die Erkrankungstage verlängert. Denn jeder Urlaubstag, den ein Mitarbeiter nachweislich krank war, gilt als Resturlaub – vorausgesetzt, der Arbeitnehmer kommt seiner Verpflichtung nach. Das Bundesurlaubsgesetz (BUrlG) ist eindeutig: Der Jahresurlaub muss grundsätzlich im laufenden Kalenderjahr genommen werden (§ 7 Abs. 3 BUrlG) - ansonsten verfällt er. In europakonformer Auslegung heißt das jedoch: Der Urlaub verfällt nicht mehr automatisch. Arbeitgeber müssen auf den drohenden Urlaubsverfall hinweisen. Das hat das Bundesarbeitsgericht (BAG) mittlerweile in einem Grundsatzurteil entschieden. Eine Übertragung von am Jahresende nicht genommenen Urlaubstagen in das Folgejahr kommt weiterhin nur unter bestimmten Voraussetzungen in Betracht Urlaubsübertragung ins Folgejahr Prinzipiell ist eine Urlaubsübertragung ins Folgejahr nur möglich, wenn dringende persönliche Gründe oder dringende betriebliche Gründe dies rechtfertigen. Im Fall einer Übertragung des Urlaubs auf das nächste Jahr, muss er in den ersten drei Monaten, also bis zum 31. März, genommen werden. Wie lange ist Resturlaub gültig, bevor er verfällt? Der Urlaubsanspruch ist grundsätzlich an das Kalenderjahr gebunden Wann verfällt Resturlaub? Am Ende des Jahres. Kann er aus persönlichen oder betrieblichen Gründen nicht genommen werden, wird er in das erste Quartal des Folgejahres übertragen und verfällt am 31.03. Beides setzt allerdings voraus, dass der Arbeitgeber den Arbeitnehmer rechtzeitig und in geeigneter Weise über den Urlaubsanspruch und darüber informiert hat, dass der Urlaubsanspruch verfällt, wenn er nicht genommen wird. Welche Pflichten hat der Arbeitgeber? Die Informationspflicht, s.o. Darüber hinaus hat der Arbeitgeber eine betriebliche Organisation zu schaffen, in der es dem Arbeitnehmer auch tatsächlich möglich ist, Urlaub zu nehmen. Wird bspw. Minijobbern generell kein Urlaub zugestanden, kann sich der Anspruch über mehrere Jahre hinweg ansammeln. Was gilt es ansonsten zu beachten? Die Informationspflicht kann wiederholt entstehen, bspw. wenn ein Arbeitnehmer von Teilzeit in Vollzeit wechselt und deshalb zusätzliche Urlaubsansprüche erwirbt. Julian Pfitzner, CEO Hapag-Lloyd Cruises und Ingo C. Peters, Sprecher der Selektion Deutscher Luxushotels.(Foto: © Iris Gräbner – Pressence in den Medien – Niklas Marc Heinecke)

Julian Pfitzner, CEO Hapag-Lloyd Cruises und Ingo C. Peters, Sprecher der Selektion Deutscher Luxushotels.(Foto: © Iris Gräbner – Pressence in den Medien – Niklas Marc Heinecke)

Während eines ersten gemeinsamen Pressegesprächs im Hotel Vier Jahreszeiten in Hamburg stellten Ingo C. Peters, Sprecher der Selektion Deutscher Luxushotels und Julian Pfitzner, CEO Hapag-Lloyd Cruises, die neue Partnerschaft zwischen dem Verbund sieben deutscher und eines österreichischen Luxushotels sowie dem renommierten Anbieter für Luxus- und Expeditionskreuzfahrten vor.

Für den Verbund ist es ein lang gehegter Wunsch, seinen Gästen „zu Lande, zur See und zur Luft“ einen adäquaten Service bieten zu können. Seit Anfang des Jahres ist dieser zumindest zu Wasser mehr als garantiert, denn die Hapag-Lloyd Cruises Flotte ist ab sofort Kooperationspartner der Selektion.

Gemeinsame Mitarbeiterförderung und -retention

Neben gemeinsamen Veranstaltungen und Events, die ein ähnliches Gästeklientel ansprechen, bietet sich die Zusammenarbeit vor allem im Hinblick auf Mitarbeiterförderung und -retention an. Nicht nur, da die Hotellerie für die Kreuzfahrtbranche Impulsgeber ist und umgekehrt, sondern sich die unterschiedlichen Berufsfelder – Stichwort Hotel auf dem Wasser – ähneln oder zumindest gut ergänzen. So sind zum Beispiel Cross-Trainings und gemeinsame Weiterbildungsprogramme angedacht. Auch die Philosophie der Kooperationspartner – traditionelle Werte und zeitgemäßen Anspruch auf hohem Niveau zu verbinden – passen gut.

Die Herausforderungen der letzten beiden Jahre sind weder an Hapag-Lloyd Cruises noch bei den Mitgliedshäusern der Selektion spurlos vorbeigegangen. So haben viele der Selektionshäuser diese Zeit auch als Chance begriffen und renoviert, sich umstrukturiert oder sich mit neuen Konzepten noch besser aufgestellt. Auch bei Hapag-Lloyd Cruises, so berichtet Julian Pfitzner, habe man sich auf die neue Situation eingestellt: Die Expeditionsschiffe entdecken heimische Gefilde, Hygiene- und Präventionsmaßnahmen wurden angepasst, neue Routings geschaffen und die Kollegen an Land und an Bord haben gelernt, schneller und routinierter auf sich ständig verändernde Genehmigungslagen einzustellen. Alles gute Gründe, sich auf die Saison 2022/23 zu freuen.

(Selektion Deutscher Luxushotels/MK)

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