Kommt der Rückkauf?

Nestlé wehrt sich gegen US-Investor Daniel Loeb

So leicht geht ein Weltkonzern nicht in die Knie. Nestlé will sich nach Medienberichten auch von neuen Investoren wie Daniel Loeb und seinem Hedgefonds „Third Point“ nicht die Butter vom Brot nehmen lassen. Die Schweizer haben zum Gegenangriff geblasen. 

Mittwoch, 28.06.2017, 13:29 Uhr, Autor: Felix Lauther
Dollarnoten-Berg mit Schweizer Flagge an der Spitze

Nestlé will bis zum Jahr 2020 Aktien im Wert von 20 Milliarden Schweizer Franken von ihren Anteileignern zurückkaufen. (© eyegelb / fotolia)

Der Hedgefonds „Third Point“ des Finanzinvestors Daniel Loeb hat jüngst 1,25 Prozent des Aktienvolumens von Nestlé gekauft (HOGAPAGE Today berichtete). Branchen-Insider vermuten hinter dem Aktienkauf mehr als nur ein gängiges Manöver auf dem internationalen Börsen-Parkett. Wie Spiegel Online und die US-amerikanische Nachrichtenagentur Bloomberg berichteten, will der Finanzinvestor mit der Transaktion künftig entscheidende strategische Planungen bei Nestlé beeinflussen.

Nestlé will im Beverage-Bereich investieren
Nun schlägt der Lebensmittelkonzern aber vehement zurück und kündigt eine Gegenoffensive an, wie das schweizer Nachrichtenportal 20min.ch schreibt. In dem Medienbericht heißt es, dass Nestlé den Rückkauf seiner Aktien bei einem Finanzvolumen von 20 Milliarden Schweizer Franken in Angriff nehmen wolle. Der Verwaltungsrat des Unternehmens am Genfersee habe dazu bereits grünes Licht gegeben. Mit dem Aktienrückkauf soll bereits Anfang Juli 2017 begonnen werden.

Von einer neuen Strategie nach dem Einstieg Loebs will Nestlé nichts wissen. Der US-Investor fordert u. a. einen unternehmerischen Kurswechsel, der an weitere Investitionen gebunden sein soll.

Wachsen wird der Global Player aus Vevey im Kanton Waadt weiter: Vor allem im Kaffee- und Wasser-Segment wollen die Schweizer investieren. Hier geht man mit Daniel Loeb und „Third Point“ d´accord. Der Schlagabtausch hat aber gerade erst begonnen. (20min.ch / FL)

Weitere Themen