Thomas Cook-Pleite

Zimmerkontingente wieder freigegeben

Der Konkursverwalter von Thomas Cook International gibt bis Jahresende abgetretene Kontingente an österreichische Partner-Hotels zurück. ÖHV fordert Klarheit bis zu den Semesterferien.

Donnerstag, 17.10.2019, 10:18 Uhr, Autor: Clemens Kriegelstein
Zimmerschlüssel hängen an der Wand einer Hotelrezeption

Österreichische Hotels, die Verträge mit Thomas Cook hatten, können über die Zimmerkontingente des pleitegegangenen Reiseveranstalters zumindest bis Jahresende wieder frei verfügen. (© fotolia.com/Kadmy – stock.adobe.com)

Nachdem Thomas Cook International mit Sitz in der Schweiz, wichtigster Vertragspartner für österreichische Hotels im Konzern, Konkurs angemeldet hat, lichten sich für betroffene Betriebe langsam die Nebel: Mit der Abwicklung des Verfahrens wurde die Anwaltskanzlei Baur Hürlimann AG in Zürich betraut. Forderungen können schriftlich in Schweizer Franken zum Wechselkurs vom 1. Oktober angemeldet werden. Teilweise und zur Gänze bezahlte Reisen mit Abreise bis 31. Dezember wurden annulliert.

Der Insolvenzverwalter hat bekanntgegeben, nicht in die Verträge einzutreten. Die Hotels können also über die betroffenen Kontingente verfügen, die Zimmer in jedem Fall einmal für den Zeitraum bis zum Jahreswechsel anbieten. Für Michaela Reitterer, Präsidentin der Österreichischen Hoteliervereinigung (ÖHV), geht das aber noch nicht weit genug: „Weihnachten und Silvester sind für viele Hotels eine wichtige Zeit im Geschäftsjahr. Aber wir brauchen sehr rasch auch Gewissheit – also Gäste – für die orthodoxen Feiertage und die Semesterferien“, hält Reitterer fest. Denn ob bzw. in welchem Ausmaß die Forderungen der Hotels bedient werden, sei noch nicht einzuschätzen.

 

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