Analyse

Werbeausgaben von Hotels erreichen Höhepunkt

Wie die Werbemarktanalyse 2018 zeigt, machen Gästehäuser hinsichtlich Ausstattung, Exklusivität oder spezieller Extras zunehmend mehr auf sich aufmerksam. Einzelne Hotels und Pensionen hängen dabei die Hotelketten ab.

Mittwoch, 12.09.2018, 11:14 Uhr, Autor: Thomas Hack
Eine Grafik über Werbeausgaben

Die Werbeausgaben der Beherbergungsbetriebe in Deutschland betragen in der Periode 2017/2018 rund 58 Millionen Euro. (© research tools)

Die Werbeausgaben der Beherbergungsbetriebe in Deutschland setzen im aktuellen zwölf-Monats-Zeitraum den Aufwärtstrend der Vorjahre fort. Zum vierten Mal in Folge haben sich diese gesteigert, so dass sie in der Periode 2017/2018 mit über 58 Millionen Euro das Doppelte der Periode 2013/2014 betragen. Größter Wachstumsmarkt sind dabei die Hotels und Pensionen. Lag deren Werbevolumen vor fünf Jahren noch mit rund 13 Millionen Euro fast gleichauf wie das der Hotelketten, so erreichen sie aktuell durch stetiges Wachstum rund 36 Millionen Euro und lassen damit die Hotelketten weit hinter sich. Deren mediale Kommunikation hat sich in der aktuellen Periode stattdessen verringert und beläuft sich auf 15 Millionen Euro. Resorts und Golfhotels kommen gemeinsam auf Werbeausgaben von rund vier Millionen Euro.

Qualität als wichtigster Faktor in der Werbung
Interessant ist hierbei die Tatsache, dass die Beherbergungsbetriebe in der Werbung häufig den Faktor Qualität betonen. So stellen die Häuser in erster Linie Ausstattung, Exklusivität und Freizeitangebote heraus. Bei den Preisargumenten werden indes gerne kostenlose Extras hervorgehoben. Ein genauerer Blick auf die Analyse zeigt: Die mediale Kommunikation der zehn werbestarken Marken zeigt viel Bewegung. So haben sich innerhalb der untersuchten zwölf Monate einige bedeutende internationale Hotelketten aus dem deutschen Werbemarkt stark zurückgezogen. Aktuell platzieren sich die Hotelgruppe B&B Hotels, das Baltic Sport- und Ferienhotel und die Marke Travel Charme als Topwerber. Alle drei Marken haben ihre Ausgaben gesteigert und erreichen damit einen Anteil am gesamten Werbevolumen von elf Prozent. Im Vergleich mit anderen Branchen fällt damit die Werbekonzentration sehr gering aus. Die Marke Alpin Chalets gehört ebenfalls zu den Aufsteigern der Branche.

Über die Studie:
Die „Werbemarktanalyse Hotels 2018“ von research tools untersucht die Werbeausgaben von Hotels, Hotelketten, Pensionen und Resorts in Deutschland. Sie gibt auf 160 Seiten Einblick in Trends, Benchmarks und Strategien in sechs Teilmärkten. Neben der Entwicklung von Werbespendings für 100 Werber werden Fünf-Jahres-Trends erstellt. Eine Analyse der Kommunikationsstrategien zehn wichtiger Werbungtreibender untersucht quantitative und qualitative Parameter und zeigt bedeutende Werbemotive.

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