Biker als Zielgruppe

Was macht ein motorradfreundliches Hotel aus?

Motorradfahrer bei Sonnenuntergang
Hotellerie und Gastronomie richten sich vermehrt nach Motorradfahrern aus (Foto: © Fotolia/Leonid Tit)
Im Harz und im Weserbergland hat das Gastgewerbe Motorradfahrer als Zielgruppe für sich erkannt und richtet Hotels sowie gastronomische Betriebe gezielt nach deren Bedürfnissen aus.
Montag, 01.04.2019, 12:16 Uhr, Autor: Kristina Presser

Mit den ersten Strahlen der Frühlingssonne summt und brummt es wieder von allen Seiten. Allerdings sind damit nicht nur allerlei fliegende Insekten gemeint, sondern auch die unzähligen Biker, die sich nach langer Winterstarre nun endlich wieder aufs Motorrad schwingen und die Straßen entlangbrettern können. Vielen reicht dabei aber kein Tagestrip. Gerne werden mehrtägige Touren unternommen, zum Beispiel auf den beliebten, da kurven- und bergreiche Strecken im Harz und im Weserbergland. Hier hat das Gastgewerbe Motoradfahrer längst als Zielgruppe für sich entdeckt, wie jüngst n-tv berichtete. Die Frage ist nur, was macht ein biker-freundliches Hotel aus?

Zertifikate für motorradfreundliche Hotels
Inzwischen zertifiziert der ADAC und der Hotel- und Gaststättenverband (Dehoga) in Niedersachsen bereits motorradfreundliche Hotels, wie Dehoga-Sprecherin Sarah Schulz angibt: „Wir sind im Bereich Weser-Ems gestartet und weiten das jetzt auf ganz Niedersachsen aus.“ Demnächst soll in Altenau im Harz ein weiteres Hotel zertifiziert werden. Fahrradtouristen finden bereits seit Längerem „Bett-und-Bike“-Angebote. Nun geht es darum, in der Hotellerie und Gastronomie auch passende Angebote für Motorradfahrer zu schaffen. Das beinhaltet unter anderem abschließbare Unterstände für die Maschinen sowie die Möglichkeit, am Ende des Tages die regennasse Motorradbekleidung aufzuhängen. Auch Hinweise auf den nächsten Werkstattservice, wenn es etwas zu schrauben gibt, seien für die Biker-Kundschaft hilfreich.

Besonders in den bei Motorradfahrern beliebten Regionen hat sich das dortige Gastgewerbe schon entsprechend auf die besondere Kundschaft eingestellt: „Das ist ein touristischer Faktor, die Motorradfahrer sind uns lieb und teuer“, sagte die Geschäftsführerin des Harzer Tourismusverbandes, Carola Schmidt, in Goslar. „Wir haben Hoteliers, die sich auf die Gruppe spezialisiert haben.“ Auch entlang der Routen, die die Biker als Tagesausflügler absolvierten, profitiere die Gastronomie. Spezielle Motorradhotels gibt es auch bereits im Weserbergland.

Wie der ADAC berichtet, liegt das Durchschnittsalter der Motorradfahrer inzwischen bei über 45. Die Zahl der zugelassenen Maschinen nimmt leicht zu, wie aus Zahlen des Kraftfahrtbundesamtes hervorgeht. Anfang 2019 waren in Niedersachsen 423 125 Krafträder zugelassen, ein Prozent mehr als im Jahr zuvor. In Bremen waren es 20 667 Maschinen, etwas weniger als im Vorjahr.

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