Wachstum mit System: 25.000 Einheiten für Limehome
Die Rahmenbedingungen für Immobilienprojekte bleiben anspruchsvoll: Zinsen, Finanzierungskosten und regulatorische Anforderungen stellen Eigentümer und Projektentwickler weiterhin vor Herausforderungen. Gleichzeitig steigt laut Limehome die Bedeutung eines effizienten Betriebs für die wirtschaftliche Entwicklung einer Immobilie.
Der Serviced-Apartment-Anbieter will deshalb nicht allein über die Anzahl neuer Standorte wachsen. Entscheidend seien vielmehr die Kombination aus Standort, Nachfrage, wirtschaftlichen Rahmenbedingungen und einem passenden Betreiberkonzept. Bis 2030 soll das Portfolio auf 25.000 Einheiten unter Vertrag wachsen. Aktuell betreibt Limehome nach eigenen Angaben mehr als 13.000 Apartments und Hotelzimmer in 160 Städten in 13 europäischen Ländern.
„Der Markt wird wieder agiler, aber das bedeutet nicht, dass plötzlich jedes Immobilienprojekt realisierbar ist. Genau deshalb ist Selektion für uns wichtiger denn je“, sagt Dr. Josef Vollmayr, Mitgründer und Co-CEO von Limehome.
Von Berlin bis Sylt
Wie unterschiedlich die Projekte sein können, zeigt die aktuelle Pipeline des Unternehmens. In Berlin-Mitte wurde ein ehemaliges Bürogebäude des Projektentwicklers Trockland in Serviced Apartments umgewandelt. Das Gebäude ist Teil des Mixed-Use-Quartiers Sixty2.
Auch in Bremen setzt Limehome auf die Umnutzung von Bestandsimmobilien. Im historischen Kontorhaus des Balgequartiers entstehen 82 Einheiten. In Lugano werden 80 Einheiten in einem ehemaligen Bürogebäude realisiert. Das Projekt kombiniert Hotellerie mit Büroflächen und öffentlichen Einrichtungen.
Einen anderen Weg geht Limehome auf Sylt: Dort entsteht ein Neubau mit 78 Einheiten. Gerade auf dem begrenzten Immobilienmarkt der Insel seien eine sorgfältige Standortwahl und die wirtschaftliche Tragfähigkeit des Projekts entscheidend, so das Unternehmen. „Berlin, Bremen, Lugano und Sylt könnten auf dem Papier nicht unterschiedlicher sein. Sie funktionieren, weil unser Modell flexibel genug ist, diverse Konstellationen abzubilden“, erklärt Vollmayr.
Mehr institutionelle Partner
Neben Projektentwicklern rücken für Limehome zunehmend institutionelle Immobilieneigentümer in den Fokus. In der ersten Jahreshälfte 2026 schloss das Unternehmen seinen ersten Mietvertrag mit Aroundtown. Im Frankfurter Projekt „HAT64 Skyline Atlas“ werden ehemalige Büroflächen in 86 Serviced Apartments umgewandelt.
Weitere Projekte entstehen gemeinsam mit institutionellen Partnern: Im Brüsseler Europaviertel entwickelt Limehome gemeinsam mit Baltisse Real Estate 114 Serviced Apartments durch die Umwandlung eines bestehenden Hotels. In Mailand wurde das Unternehmen von Colliers Global Investors Italy SGR als alleiniger Mieter für 30 Einheiten eines Neubauprojekts ausgewählt.
Limehome führt den Ausbau vor allem auf sein digitalisiertes und zentralisiertes Betriebsmodell zurück. Technologie und standardisierte Prozesse sollen es ermöglichen, zusätzliche Standorte zu integrieren, ohne für jede neue Immobilie die operativen Strukturen vollständig neu aufzubauen.
Auf der Expo Real 2026 in München will Limehome seine aktuelle Projektpipeline und das weiterentwickelte Suite-Konzept vorstellen. Im Mittelpunkt sollen dabei auch Gespräche mit bestehenden und potenziellen Immobilienpartnern über weitere Projekte in europäischen Märkten stehen.
LIMEHOME AUF EINEN BLICK
25.000 - Einheiten sollen bis 2030 unter Vertrag sein
13.000+ - Apartments und Hotelzimmer aktuell
160 - Städte mit Limehome-Einheiten
13 - europäische Länder
300+ - Mitarbeiter beschäftigt das Unternehmen
2018 – Gründung von Limehome
(Limehome/KAGI)