Restrukturierung

Revo: Insolvenzverfahren für 175 Hotels gestartet

Hilton Garden Inn Innsbruck
Das Hilton Garden Inn Innsbruck ist eines der Hotels aus dem Portfolio der Revo Hospitality Group. (Foto: © Revo Hospitality Group)
Rund zweieinhalb Monate ist es her, dass die Revo Hospitality Group Insolvenz in Eigenverwaltung beantragt hat. Jetzt wurden die Verfahren für 175 Hotels eröffnet. 
Dienstag, 07.04.2026, 11:58 Uhr, Autor: Sarah Kleinen

Rund zweieinhalb Monate nach dem Insolvenzantrag hat die Revo Hospitality Group den nächsten Schritt im Sanierungsverfahren vollzogen: Anfang April wurden die Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung für insgesamt 175 Hotels eröffnet. Der Hotelbetrieb läuft nach Unternehmensangaben weiterhin stabil, Gäste können die Häuser regulär buchen.

Hintergrund: Insolvenzantrag im Januar

Die Revo Hospitality Group betreibt insgesamt mehr als 200 Hotels in zwölf europäischen Ländern und zählt damit zu den großen Betreibern im europäischen Markt.

Bereits Mitte Januar hatte der Multibrand-Hotelbetreiber für zahlreiche Gesellschaften Insolvenz in Eigenverwaltung beim Amtsgericht Charlottenburg angemeldet. Zunächst waren 125 Hotels betroffen. In den darauffolgenden Tagen kamen jedoch weitere Gesellschaften hinzu. Insgesamt befinden sich nun rund 175 Häuser im Verfahren, wie das Unternehmen bekannt gab.

Hotelbetrieb läuft stabil weiter

Mit der Verfahrenseröffnung betont das Unternehmen erneut, dass alle betroffenen Hotels fortgeführt werden. Buchungen seien weiterhin uneingeschränkt möglich.

Nach Auslaufen des Insolvenzgelds Ende März werden die Löhne und Gehälter der rund 5.500 Mitarbeiter wieder von den Betriebsgesellschaften selbst gezahlt und aus dem laufenden Geschäftsbetrieb erwirtschaftet, wie das Unternehmen erklärt. Die Hotelbetriebe würden stabil und mit den aktuellen Frühjahrsmessen erfolgreich laufen.

Erste Auswirkungen: Einzelne Schließungen

Trotz der Stabilisierung des Großteils der Hotels hatte die Insolvenz bereits erste konkrete Folgen: Einzelne Standorte stellten ihren Betrieb ein, darunter unter anderem Häuser in Frankfurt und auf Rügen.

Diese Fälle sollen jedoch laut Unternehmen Ausnahmen im laufenden Verfahren bleiben.

Verkaufsprozess mit großem Interesse

Parallel zur operativen Stabilisierung läuft der strukturierte Verkaufsprozess. Zahlreiche Investoren haben nach Angaben von Revo an einer Übernahme der Gruppe oder wesentlicher Teile hiervon großes Interesse. Während des laufenden Verkaufsprozesses hätten bislang deutlich über hundert Interessenten die zur Verfügung gestellten Unterlagen durchgesehen, um sich ein Bild über die verschiedenen Häuser zu verschaffen.

Die Interessenten seien aufgefordert, bis Anfang April indikative Angebote abzugeben. Sodann schließt sich eine zweite Phase voraussichtlich bis Ende April 2026 an, nach deren Ablauf die Angebote verbindlich abgegeben werden sollen.

„Gerade mit Blick auf dieses starke Interesse ist auch weiterhin keine Schließung von Hotels in Eigenverwaltung vorgesehen“, heißt es abschließend von der Revo Hospitality. 

(GT Restructuring/Revo Hospitality Group/SAKL)

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