Eigenverwaltung

Revo-Insolvenz betrifft sechs Hotels in MV

Außenansicht von Hotel Schloss Neustadt-Glewe in Mecklenburg-Vorpommern, einem von Revo betriebenen Hotel im Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung.
Das Hotel Schloss Neustadt-Glewe zählt zu den sechs Revo-Häusern in Mecklenburg-Vorpommern, die trotz Insolvenz in Eigenverwaltung weitergeführt werden sollen. (Foto: © picture-alliance/ ZB | Jens Büttner)
Der internationale Hotelbetreiber stellte vorige Woche für über 100 Hotels Insolvenzanträge in Eigenverwaltung. Auch mehrere Häuser im Nordosten sind betroffen.
Montag, 26.01.2026, 10:48 Uhr, Autor: Sarah Hoffmann

Der Hotelbetreiber Revo führt nach seinem Insolvenzantrag in Eigenverwaltung für 140 Gesellschaften die sechs in Mecklenburg-Vorpommern betroffenen Hotels uneingeschränkt und mit allen Mitarbeitern fort. Die Gesellschaften sollten schnell stabilisiert und bis zum Sommer zügig saniert werden, teilte das Unternehmen auf Anfrage mit. 

Die Revo Hospitality Group hatte vorige Woche mitgeteilt, dass sie für 140 Gesellschaften in Deutschland und Österreich beim Amtsgericht Charlottenburg Insolvenzantrag in Eigenverwaltung gestellt habe. Betroffen sind 125 Hotels. 

Im Nordosten handelt es sich den Angaben zufolge um die Häuser

  • Hotel Schloss Neustadt-Glewe,
  • Intercity Hotel Schwerin,
  • Aedenlife Hotel & Resort Rügen,
  • Vienna House Easy by Wyndham Sonne Rostock,
  • Vienna House Easy by Wyndham Baltic Stralsund und
  • Townhouse Wismar Vagabond Club. 
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Suche nach Investoren läuft

In den 125 Hotels sind insgesamt etwa 5.500 Mitarbeiter beschäftigt. Die Häuser sollen nach Unternehmensangaben weitergeführt werden. Bei der Agentur für Arbeit sei eine Vorfinanzierung der Gehaltszahlungen für die Monate Januar bis März 2026 beantragt worden, hieß es. 

Ein wesentlicher Grund für die Insolvenz sei die starke Expansion der vergangenen Jahre gewesen. Seit 2020 ist die Zahl der zur Gruppe gehörenden Hotels den Angaben zufolge von damals 51 auf inzwischen rund 250 gestiegen. Die Akquisition der neuen Hotels sei mit erheblichen Kosten verbunden gewesen, die Übernachtungszahlen und der Umsatz 2025 aber nicht wie erwartet gestiegen. Die Suche nach Investoren laufe.

(dpa/SAHO)

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