Quartalsbericht

Motel One rechnet mit weiteren Verlusten

Die Budget Design Hotelgruppe hat ihren Bericht für Quartal drei veröffentlicht und schließt erneut mit einem Verlust ab. Trotzdem sieht man sich bei Motel One gut aufgestellt. CEO Dieter Müller fordert von der Politik Perspektiven statt Verbote.

Freitag, 30.10.2020, 13:10 Uhr, Autor: Kristina Presser
Dieter Müller, CEO Motel One

Dieter Müller, CEO Motel One, fordert von der Politik Perspektiven statt Verbote. (Foto: ©Motel One)

Motel One hat im dritten Quartal wiederholt einen Verlust zu verbuchen, genauer gesagt elf Millionen Euro. Das geht aus dem jetzt veröffentlichten Quartalsbericht der Budget Design Hotelgruppe hervor. Zwar hatten sich die Buchungszahlen im August und September etwas erholt – die Auslastung war mit durchschnittlich 35 Prozent deutlich besser als im zweiten Quartal –, trotzdem lag sie nicht einmal bei der Hälfte des Wertes aus dem Vorjahreszeitraum. Folglich sackten die Umsätze im Vergleich zum dritten Quartal 2019 um mehr als die Hälfte auf 65 Millionen Euro ab. Und auch künftig stünden der Hotelkette „durch die steigenden Infektionszahlen wieder herausfordernde Wochen und Monate bevor“, wie es heißt.

Bis heute habe Motel One die Pandemie 119 Millionen Euro gekostet, wie das Unternehmen mitteilte. Dennoch sieht es sich dank einer Liquiditätsreserve von 209 Millionen gut für die zweite Welle gerüstet. Für das laufende vierte Quartal rechnet Motel One allerdings wegen der verschärften Corona-Maßnahmen im November mit erheblichen operativen Verlusten.

Perspektiven statt Verbote

Dieter Müller, Gründer und CEO der Motel One Gruppe, sagt: „Dieser Virus wird uns noch eine Weile begleiten und wir können das öffentliche und kulturelle Leben nicht so lange zum Erliegen bringen.“  Es brauche neben der AHA+L Regel weitere Instrumente, wie Schnelltests und Tracing Apps, die das Gesundheitssystem entlasten und eine hohe Akzeptanz in der Bevölkerung haben, sagte er. „Wir fordern die Politik auf, nicht Ängste zu schüren und Verbote auszusprechen, sondern Perspektiven aufzuzeigen, wie wir mit Corona leben können.“
(Motel One/dpa/KP)

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