Ehrgeizige Pläne

Motel One: Dreimal so viele Zimmer bis 2027

Die Zimmerzahl von über 23.000 innerhalb von zehn Jahren verdreifachen: Für Motel-One-Gründer und CEO Dieter Müller ist das durchaus machbar.

Donnerstag, 18.05.2017, 08:58 Uhr, Autor: Markus Jergler
Motel One Zimmerschlüssel

Motel One will seine Zimmerzahl innerhalb von zehn Jahren verdreifachen.

Im Interview mit der Immobilien Zeitung spricht der Gründer der Münchner Budgethotelkette über seine ehrgeizigen Ziele. Momentan gehören zu Motel One über 23.000 Zimmer, inklusive der vertraglich gesicherten Projekte. Für Müller hat die Ketter aber noch großes Wachstumspotenzial. „Ich bin sicher, dass wir das in Europa in zehn Jahren verdreifachen können“, gibt er in der Immobilien Zeitung bekannt. „Wir haben bisher manche Städte nur angepickst. In Paris z.B. haben wir jetzt unser erstes Hotel unterschrieben, Accor hat dort 200.“

International betrachtet, sieht Müller starke Wachstumschancen. Man sei derzeit schon in den USA auf der Suche nach geeigneten Immobilien, habe allerdings noch keinen passenden Standort gefunden. In Asien suche man zwar noch nicht, doch könnte sich Müller in einigen Städten sehr gut ein Motel One vorstellen. Dies sei jedoch etwas für die kommende Managergeneration. Priorität Nummer eins bleibe nach wie vor der heimische Markt in Deutschland. „Deutschland ist unser Heimatmarkt, in dem wir am liebsten wachsen, weil wir hier jeden Strauch kennen“, wird Müller in der Immobilien Zeitung zitiert.

Bei der Entwicklung der Hotels, übernimmt Motel One Teile der Arbeit selbst. Das mache besonderen Spaß, so Müller. Außerdem spare man sich damit die Marge des Entwicklers. Hinsichtlich des Potenzials bezüglich der Wertsteigerung nutzt Motel One sehr intensiv eine Regelung des Steuerrechts. Nach dieser sind Veräußerungsgewinne nach einer Haltedauer von sechs Jahren steuerfrei, falls diese in andere Projekte reinvestiert werden. Daher verkauft Motel One grundsätzlich nur Häuser, die älter sind als sechs Jahre. Vom Gesamtumsatz legt Motel One ganze 10 Prozent für die Weiterentwicklung des hauseigenen Designs zurück, was weit mehr ist, als in der Branche üblich. Derzeit beschäftige man sich stark mit einem Loungekonzept, betont Ursula Schelle-Müller, Leitering Marketing und Design gegenüber der Immobilien Zeitung. Damit könne man aus einem bereits älteren Haus ein völlig neues Motel One erstellen, das dann auch zu den neueren Projekten passe. (Immobilien Zeitung/MJ)

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