MHP Hotel mit starkem Jahresabschluss 2025
Die MHP Hotel AG hat ihren testierten Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2025 veröffentlicht. Insgesamt kann die unabhängige Hotel-Investment- und Management-Plattform dabei auf ein operativ erfolgreiches und wachstumsorientiertes Jahr zurückblicken.
Der Konzernumsatz stieg im Gesamtjahr 2025 um 11 % auf 178,1 Millionen Euro (2024: 161,0 Millionen Euro), wie das Unternehmen jetzt bekannt gab. Der Konzernjahresüberschuss vervierfachte sich gegenüber dem Vorjahr auf 5,8 Millionen Euro (2024: 1,4 Millionen Euro).
Auch das Konzern-EBITDA erhöhte sich deutlich überproportional um 35 % auf 14,0 Millionen Euro (2024: 10,4 Millionen Euro). Wie bereits im Jahr 2024 wurde das Ergebnis auch 2025 positiv durch Investitionszuschüsse für das Conrad Hamburg beeinflusst. Da der Umfang der aktivierbaren Investitionen final unter den ursprünglichen Annahmen lag, wurde die EBITDA-Prognose von 15,0 Millionen Euro leicht unterschritten.
Neue Hotels treiben Wachstum
Nach Angaben der MHP Hotel AG ist die Umsatzsteigerung im Wesentlichen auf den erstmaligen Einbezug des vollständigen Jahresumsatzes des Koenigshof, a Luxury Collection Hotel, Munich, zurückzuführen. Das im Juni 2024 eröffnete Haus steuerte 12,2 Millionen Euro zum Umsatz bei.
Darüber hinaus erzielte das im September 2025 eröffnete Conrad Hamburg in der geplanten Anlaufphase einen ersten Umsatzbeitrag von 3,0 Millionen Euro. Auch das JW Marriott Hotel Frankfurt konnte seinen Umsatz trotz laufender Modernisierungs- und Umbaumaßnahmen im Jahr 2025 um rund 5 % steigern.
„Es freut mich, dass unsere drei Luxushotels in Hamburg, München und Frankfurt im Jahr 2025 trotz der planmäßigen Anlauf-, Eröffnungs- und Umbauphasen einen insgesamt positiven Ergebnisbeitrag geleistet haben“, sagt Michael Wagner, COO der MHP Hotel AG. „Damit haben wir operativ nahtlos an das starke Jahr 2024 angeknüpft und bestätigen einmal mehr die Wirksamkeit unserer konsequenten Premiumstrategie.“
Nachfrage und Premium-Strategie treiben Performance
Bereinigt um den planmäßigen Eröffnungseffekt aus der Anlaufphase des Conrad Hamburg stieg der Umsatz pro verfügbarem Zimmer (RevPar) um 6 % auf 179 Euro (2024: 169 Euro). Die bereinigte Belegungsquote des Hotelportfolios blieb 2025 mit 78 % auf einem stabilen Niveau.
Besonders positiv entwickelte sich der durchschnittliche Zimmerpreis. Dieser stieg um 6 % auf 231 Euro (2024: 218 Euro). Inklusive des Conrad Hamburg lag der RevPar bei 174 Euro und die Belegungsquote planmäßig bei 75 %.
Operatives Geschäft verbessert sich weiter
Auch das operative Geschäft der MHP-Gruppe konnte weiter gesteigert werden. Das um den Ergebnisbeitrag des Conrad Hamburg bereinigte operative EBITDA belief sich auf rund 8,0 Millionen Euro und lag damit um 33 % über dem Vorjahreswert (2024: 6,0 Millionen Euro).
Das erzielte operative Ergebnis ermöglichte es nach Angaben der MHP Hotel AG, weitere Verbindlichkeiten aus der Corona-Zeit zurückzuführen. Neben der turnusmäßigen Rückzahlung des KfW Corona Kredits in Höhe von 2,0 Millionen Euro wurden zusätzlich Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstige Verbindlichkeiten in Höhe von rund 6,0 Millionen Euro gegenüber Verpächtern, Franchisepartnern und Lieferanten abgebaut. Aufgrund der um 8,0 Millionen Euro reduzierten Verbindlichkeiten belief sich die Veränderung der Finanzmittel im Geschäftsjahr 2025 entsprechend auf -3,7 Millionen Euro.
Starkes erstes Quartal 2026
Auch im ersten Quartal 2026 konnte die MHP Hotel AG ihre Wachstumsdynamik fortsetzen. Der Hotelumsatz stieg im Vergleich zum Vorjahr um 25 % auf 41,5 Millionen Euro (Q1 2025: 33,3 Millionen Euro). Insbesondere das neu eröffnete Conrad Hamburg sowie das im Februar 2026 übernommene Hyatt Regency Vienna trugen nach Angaben des Unternehmens zu dieser Umsatzsteigerung bei.
Ausblick bleibt positiv
Trotz geopolitischer Unsicherheiten blickt das Unternehmen positiv auf das laufende Geschäftsjahr. Die weltweite politische und sicherheitspolitische Lage, bedingt durch die militärischen Konflikte in der Ukraine, im Nahen und Mittleren Osten, gesperrte Lufträume und daraus resultierende Einschränkungen und Kostensteigerungen im nationalen und internationalen Reiseverkehr stellten zwar Risikofaktoren für die Nachfrageentwicklung der von MHP betriebenen Hotels dar. Gleichzeitig könnte eine Stabilisierung der Reiserouten aber auch weitere zusätzliche Nachfrageimpulse nach Europa lenken, von denen MHP mit seinem klar positionierten Premium-Portfolio profitieren könnte.
„Trotz der anhaltenden geopolitischen Unsicherheiten sehen wir eine robuste Nachfrageentwicklung in unseren Kernmärkten und blicken mit vorsichtigem Optimismus auf das weitere Geschäftsjahr 2026“, betont Dr. Jörg Frehse, Vorstandsvorsitzender (CEO) der MHP Hotel AG. „Besonders gefragt sind derzeit gut erreichbare, sichere und qualitativ hochwertige Destinationen innerhalb Europas – hiervon profitieren unsere Hotels in Städten wie München, Hamburg, Frankfurt und Wien. Vor diesem Hintergrund halten wir für 2026 weiterhin an unserer Umsatzprognose von rund 225 Millionen Euro und unserer EBITDA-Erwartung von über 10 Millionen Euro fest und beobachten die weiteren Entwicklungen sehr aufmerksam.“
(MHP Hotel/SAKL)