Nach dem Lockdown

Jugendherbergen: es geht sachte bergauf

In Rheinland-Pfalz und im Saarland werden wieder mehr Klassenfahrten durchgeführt und demnach auch mehr Buchungen in Jugendherbergen registriert. Aber nicht alle Gästehäuser haben den Lockdown überstanden.

Freitag, 11.09.2020, 11:43 Uhr, Autor: Kristina Presser
Leere Stockbetten in einer Jugendherberge/Hostel

Langsam sollen sich die Betten in Jugendherbergen wieder füllen – die Buchungszahlen steigen. (Foto: ©radiokafka/stock.adobe.com)

Die Jugendherbergen in Rheinland-Pfalz und im Saarland freuen sich über steigende Buchungszahlen von Klassenfahrten. Für dieses Jahr seien derzeit 101 Schulklassen gebucht, sagte der Vorstandsvorsitzende der Jugendherbergen in Rheinland-Pfalz und im Saarland, Jacob Geditz. Dies sei „ein ermutigendes Zeichen“. „Auch für 2021 kommen jetzt schon sehr viele Buchungen rein“, sagte er.

Die Jugendherbergen hatten bereits im Sommer ein Schutz- und Hygienekonzept vorgelegt, mit dem auch in Corona-Zeiten eine „sichere Klassenfahrt“ in die rund 40 Häuser gewährleistet werden könne. Dieses Konzept hat Schulen, aber auch andere Gäste wie Familien offensichtlich überzeugt. In den Ferienmonaten Juli und August seien die Jugendherbergen in beiden Ländern wieder durchschnittlich zu 65 Prozent belegt gewesen, sagte Geditz. „Man merkt schon, dass die Gäste wieder kommen wollen.“

Die Corona-Krise hat die Jugendherbergen in diesem Jahr hart getroffen: „Wir gehen derzeit davon aus, dass wir dieses Jahr insgesamt rund 500.000 Übernachtungen erreichen werden“, sagte Geditz. 2019 waren insgesamt rund 1,03 Millionen Übernachtungen gezählt worden. Im Saarland gibt es fünf Jugendherbergen.

Sechs Jugendherbergen in Rheinland-Pfalz seien bis auf Weiteres in Folge von Corona geschlossen worden. Derzeit werde überlegt, welche davon wieder geöffnet werden sollten. Dabei spielten auch notwendige Investitionen eine Rolle. Klar sei bereits, dass die Jugendherbergen in Steinbach am Donnersberg und in Montabaur im Westerwald dauerhaft geschlossen blieben, sagte Geditz. Bei den vier anderen Häusern in Idar-Oberstein, Traben-Trarbach, Bollendorf in der Eifel und Sargenroth im Hunsrück sei es noch offen.
(dpa/lrs/KP)

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