Ungewöhnliche Gästehäuser

Hamburg erhält gigantisches „Bunker-Hotel“

Aus einem düsteren Mahnmal der Geschichte entsteht derzeitig ein Hotelkomplex, der nicht nur 136 Gästezimmer beherbergt, sondern auch Sport- und Kulturhallen, Opfergedenkstätten sowie einen Bergpfad, der nach oben führt. 

Freitag, 20.09.2019, 10:27 Uhr, Autor: Thomas Hack
EIn Bunkerkomplex in Hamburg

Aus einem Hamburger Hochbunker entsteht in Kürze ein Hotelkomplex der höchst ungewöhnlichen Art. (© picture alliance/Planungsbüro Bunker/Planungsbüro Bunker/dpa)

In Hamburg wurde dieser Tage ein ungewöhnliches Projekt genehmigt: Mitten auf dem Hochbunker am Heiligengeistfeld soll bis Mitte 2021 ein neues Design-Hotel namens „nhow“ errichtet werden. Wie EHP, der Vermieter der Einrichtung jetzt verlauten ließ, habe es eine Ausschreibung gegeben, welche schließlich die NH Hotel Group für sich entscheiden konnte. Der Vertrag zwischen dem spanischen Hotelunternehmen und dem Bauherrn sei quasi buchstäblich schon unter Dach und Fach. Der Hochbunker wird für das Beherbergungsprojekt nun um weitere fünf Etagen aufgestockt, sodass die Gäste später aus 136 Zimmern wählen könnten. Darüber hinaus sind begrünte Dachgärten und ein „Bergpfad“ um das Gebäude herum geplant sowie eine Opfergedenkstätte, Sporthallen und Räume für Kulturveranstaltungen.

„Verantwortungsvoll mit der Geschichte umgehen“

Seinem Unternehmen sei die Geschichte des Bunkers und seine Bedeutung für die Stadt bewusst, sagte NH Group-Manager Maarten Markus laut Angaben der Süddeutschen Zeitung. „Unsere Design- und Lifestylemarke hat einen offenen Ansatz, so dass das nhow Hamburg sich ausdrücklich gut in die Nachbarschaft und Kreativszene integrieren möchte.“ Ausschlaggebend sei für ihn gewesen, dass sich das neue Gästehaus in Hamburgs kreatives Szeneviertel einbringe und zudem mit der Geschichte des Bunkers verantwortungsvoll umgehe, hat EHP-Geschäftsführer und Projektleiter Paul Hahnert dazu verlauten lassen. „Das verwirklicht die Individualität des nhow-Designs herausragend: Es respektiert die Historie und weist gleichzeitig in eine hoffnungsvolle Zukunft.“ (dpa/lno/sueddeutsche.de)

 

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