Grand Metropolitan Hotels leitet Trennung vom VZB-Joint-Venture ein
Grand Metropolitan Hotels hat die Trennung von der gemeinsam mit dem Versorgungswerk der Zahnärztekammer Berlin (VZB) gehaltenen niederländischen Beteiligungsholding Grand Metropolitan Hotels Holding B.V. eingeleitet. Das operative Geschäft der Hotelgruppe soll unabhängig davon fortgeführt werden.
Künftig will sich das Unternehmen insbesondere auf Hotelmanagement, Branding, Franchise und Affiliation sowie auf die Entwicklung eigener Marken und digitaler Lösungen konzentrieren.
Operatives Geschäft soll fortgeführt werden
Grand Metropolitan Hotels erzielt seine Erlöse im operativen Geschäft vor allem über Management-, Franchise- und Affiliation-Verträge. Darüber hinaus entwickelt und erwirbt die Gruppe eigene Hotelmarken und Beteiligungen.
Zum Markenportfolio gehören unter anderem:
- Top International Hotels,
- Voile d’Or Hotels & Resorts,
- Signature Hotels und
- Park Avenue Hotels.
Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Entwicklung digitaler und KI-gestützter Anwendungen für den Hotelbetrieb. Diese sollen mit den Management-, Marken- und Affiliation-Leistungen des Unternehmens verbunden werden.
Nach Angaben des Unternehmens werden die Beteiligungen an Top International Hotels, Voile d’Or, Signature Hotels und weitere Beteiligungen vollständig innerhalb der Grand Metropolitan Hotels Group gehalten. Die Gruppe befindet sich ausschließlich im Besitz der Smura-Familienholding.
Keine Einigung über Beteiligungsübernahme
Die Grand Metropolitan Hotels Holding B.V. in den Niederlanden ist eine Beteiligungsholding innerhalb der bisherigen Unternehmensstruktur. Die Smura-Familienholding hält nach Angaben der Gruppe bislang rund 70 % an der Gesellschaft. Das VZB ist Minderheitsgesellschafter.
Grand Metropolitan Hotels hatte dem VZB angeboten, dessen Beteiligung an der niederländischen Holding zu übernehmen. Eine Einigung sei jedoch nicht zustande gekommen. Zudem habe das VZB einer vorgeschlagenen Kapitalerhöhung nicht zugestimmt. Auch ein Angebot, die Anteile von Grand Metropolitan Hotels zu übernehmen, sei vom VZB nicht angenommen worden. Aus Sicht der Hotelgruppe ist die Beteiligungsholding dadurch bei wesentlichen Finanzierungs- und Strukturentscheidungen blockiert.
„Wir haben eine gute wirtschaftliche Lösung für die Trennung der Gesellschafter angeboten. Über die Übernahme der Beteiligung des VZB kam keine Einigung zustande, und die vorgeschlagene Kapitalerhöhung erhielt nicht die erforderliche Zustimmung. Damit befindet sich die Beteiligungsholding aus unserer Sicht in einem Deadlock. Wir sehen die Zusammenarbeit in diesem Joint Venture als gescheitert an, leiten die Trennung ein und führen unser operatives Geschäft unabhängig davon fort“, so Martin R. Smura, Chairman der Grand Metropolitan Hotels Group.
Er ergänzt: „Die niederländische Beteiligungsholding ist ein abgegrenzter Business Case und nicht mit der gesamten Grand Metropolitan Hotels-Gruppe gleichzusetzen. Wir schaffen jetzt klare Verhältnisse und konzentrieren uns auf die eigenständige Weiterentwicklung unserer Gruppe und ihrer Marken.“
Trennung betrifft niederländische Holding
Nach Angaben von Grand Metropolitan Hotels betrifft die eingeleitete Trennung ausschließlich die niederländische Beteiligungsholding. Die weiteren Aktivitäten in den Bereichen Hotelmanagement, Branding, Franchise, Affiliation, Markenentwicklung und Technologie sollen fortgeführt werden.
Die gesellschaftsrechtliche und rechtliche Aufarbeitung des Joint Ventures werde getrennt vom operativen Geschäft durch beauftragte Rechtsberater weitergeführt. Zu laufenden Verfahren will die Gruppe über bestätigte Verfahrensstände hinaus keine Angaben machen.
(Wolf.Communication/ SAHO)