Bürokratieabbau

Dehoga will Papierformulare in Hotels abschaffen

Ein gast füllt an einer Hotelrezeption einen Meldeschein aus.
Papierverschwendung, Verwahrungskosten und fachgerechte Entsorgung von Papierformularen würden viel zu viele Kosten verursachen, lässt der Dehoga Thüringen verlauten. (© Rawpixel.com/Fotolia)
Initiative gegen die Papierflut: Der Thüringer Hotel- und Gaststättenverband fordert, dass Meldescheine im Hotel zukünftig elektronisch und nicht mehr handschriftlich ausgefüllt und unterschrieben werden. 
Montag, 29.04.2019, 12:31 Uhr, Autor: Thomas Hack

Der Dehoga Thüringen möchte die Papierflut in der Hotellerie eindämmen und die Meldescheine für die Gäste zukünftig nur noch in digitaler Form verwendet sehen. Wie Dehoga-Landesgeschäftsführer Dirk Ellinger gegenüber dem MDR verlauten ließ, sei im Sinne des Bürokratieabbbaus ein solcher Schritt schon seit langer Zeit vonnöten. Für ihn wäre es unbegreiflich, dass Meldescheine noch nicht mit einer digitalen Unterschrift ausgefüllt werden könnten. Er verwies in diesem Zusammenhang auf die Papierverschwendung, die Verwahrungskosten und die fachgerechte Entsorgung der Formulare – immerhin ginge es bei einem 200-Zimmer-Gästehaus um ganze 20.000 Papierformulare pro Jahr. „Wir müllen uns zu“, so Ellinger gegenüber dem MDR.

Elektronische Meldescheine würden dem Dehoga-Landesgeschäftsführer zufolge nicht nur die Erfassung und Verwaltung leichter machen, sondern auch die Kooperationsmöglichkeit für polizeiliche Ermittlungen. Sicherheitsexperten hätten dagegen gehalten, dass auf Papiermeldescheinen auch Fingerabdrücke untersucht werden könnten. Doch der Bundesregierung zufolge habe zumindest das Bundeskriminalamt innerhalb eines Jahrzehnts nur ein einziges Mal auf eine solche Sicherstellung zurückgegriffen. In dieser Zeit wären bundesweit etwa 1,45 Mrd. Meldescheine ausgefüllt worden.

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