Transaktionsvolumen

Cushman & Wakefield gibt Überblick über die Transaktionsaktivität bei Hotels für 2023

Josef Filser
Josef Filser, Head of Hospitality Germany & Austria bei C&W (Foto: © Cushman & Wakefield)
Cushman & Wakefield berichtet über einen Rückgang im Hotel-Transaktionsvolumen im Jahr 2023. Trotzdem sind einige große Hotelverkäufe und -käufe in diesem Jahr zu verzeichnen.
Dienstag, 10.10.2023, 11:15 Uhr, Autor: Sarah Kleinen

Die international tätige Immobilienberatung Cushman & Wakefield (C&W) verzeichnete in den ersten drei Quartalen 2023 ein Transaktionsvolumen im Hotelsegment von insgesamt 540 Mio. Euro, davon 150 Mio. Euro von Juli bis Ende September. Das Ergebnis stellt einen Rückgang von knapp 60 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum dar. Es wurden ausschließlich Einzeltransaktionen verbucht. Die durchschnittliche Transaktionsgröße betrug circa 16 Mio. Euro.

Rund zwei Drittel des Anlagevolumens entfielen auf deutsche Anleger. Es folgten Käufer aus Großbritannien mit 20 Prozent und Israel mit 13 Prozent. 

Institutionelle Investoren waren mit einem Anteil von 38 Prozent für den Hauptteil des Transaktionsvolumens verantwortlich. Hotelbetreiber erzielten einen Umsatzanteil von 28 Prozent. Andere Markteilnehmer wie Private Equity, Family Offices und Entwickler vereinten 34 Prozent des Transaktionsvolumens auf sich. 

„Die Transaktionsaktivität verharrte auf niedrigem Niveau. Gehandelt wurden vor allem betreiberfreie Hotels mit Repositionierungs- beziehungsweise Value-Add-Potential. Finanzstarke Hotelbetreiber wie Premier Inn und Leonardo, aber auch Private Equity Investoren kamen hier zum Zug. Käufe beziehungsweise Verkäufe von Core-Objekten mit langem Pachtvertrag stellten die Ausnahme dar“, kommentiert Josef Filser, Head of Hospitality Germany & Austria bei C&W.

(Foto: © Cushman & Wakefield)
(Foto: © Cushman & Wakefield)

Die größten Transaktionen im dritten Quartal

Zu den größten Transaktionen im dritten Quartal 2023 zählten:

  • der Ankauf des Holiday Inn Mannheim mit 150 Zimmern, Teil der mischgenutzten Büro- und Hotelprojektentwicklung „No.1“, durch den Hamburger Investment- und Assetmanager Fondsgrund. Verkäufer war die Adler-Tochter Consus. Der Gesamtpreis lag bei ca. 75 Mio. Euro. 
  • der Verkauf des Penta Hotels Berlin-Köpenick mit 190 Zimmern an den Betreiber Leonardo Hotels. Das Hotel wird demnächst renoviert, um dann unter der Lifestyle Marke NYX neu positioniert zu werden.
  • die Veräußerung des Essential by Dorint Hotels in Köln-Deutz und des nh Hotels in Magdeburg mit insgesamt 260 Zimmern an die Alchemy Step Hotel Group. Die Hotels werden in den kommenden Monaten renoviert und an das Marriott System im Form von Franchise Verträgen angeschlossen.
  • der Erwerb des nestor Hotels in Neckarsulm mit 84 Zimmern durch die Art-Invest. Im Zuge eines neuen langfristigen Pachtvertrages mit der The Chocolate on the Pillow Group wird eine umfangreiche Renovierung und Neupositionierung des Hotels vorgenommen.

„Das Transaktionsvolumen hat vermutlich seine Talsohle und die Spitzenrenditen fast ihren Peak erreicht", sagt Josef Filser.

Zu den Aussichten für den Hotelmarkt sagt er weiter: "In Anbetracht der wirtschaftlichen Lage erscheinen weitere Zinserhöhungen zunehmend unwahrscheinlicher, was zu einer höheren Stabilität und Sicherheit im Transaktionsmarkt führen dürfte. Hinzu kommt die weiterhin sehr gute Lage auf operativer Seite mit starker Nachfrage und guten Performancezahlen in fast allen großen Hotelmärkten. Außerdem führen die Herausforderungen im Bürosektor bei vielen Markteilnehmern zu einer erhöhten Bereitschaft in alternative Assetklassen wie Hotels zu investieren.“

(Cushman & Wakefield/SAKL)

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