a&o plant 2027 größtes Hostel Europas in Berlin
Die Budgetkette a&o erweitert ihr Angebot in der Hauptstadt. In Berlin-Kreuzberg, unweit des Checkpoint Charlie, entsteht bis 2027 ein neues Hostel mit rund 610 Zimmern und 2.500 Betten. Nach der Fertigstellung soll es das größte Hostel Europas sein.
Für den neuen Standort erwirbt das Unternehmen ein leerstehendes Bürogebäude in der Rudi-Dutschke-Straße. Rund 40 Millionen Euro investiert a&o in Umbau und Modernisierung der Immobilie.
Fünfter a&o-Standort in Berlin
Das Gebäude umfasst etwa 31.000 Quadratmeter und wurde vom bisherigen Eigentümer Pimco Prime Real Estate für Allianz verkauft. Nach Abschluss der Bauarbeiten soll das Haus im ersten Quartal 2027 eröffnen.
Mit dem neuen Hostel wächst das Angebot der Budgetkette in Berlin deutlich. Insgesamt steigt die Zahl der a&o-Betten in der Hauptstadt damit auf rund 8.000. Der Erwerb ist Teil der Wachstumsstrategie des Berliner Unternehmens, das gemeinsam mit den Eigentümern StepStone Group und Proprium Capital Partners insgesamt 500 Millionen Euro investieren will.
Oliver Winter, Gründer und CEO von a&o Hostels, erklärt: „Berlin ist und bleibt eine besondere Mischung aus Geschichte, Kultur und Lifestyle und deshalb eine der Top-Destinationen in Europa. Checkpoint Charlie hier in Berlin, wo vor über 25 Jahren mit dem ersten a&o in Friedrichshain unsere Reise begann, ist ein sehr besonderer Meilenstein. Nachhaltig und modern werden wir mit dem größten Hostel Europas unser Wachstum eindrucksvoll vorantreiben und bezahlbares Reisen auch in Zukunft möglich machen.“
Umbau eines Bürogebäudes
Das neue Hostel entsteht durch die Umnutzung eines bestehenden Bürogebäudes. Als Generalunternehmer für den Umbau wurde die Berliner Anes Bau beauftragt.
Nach der Fertigstellung wird das Haus rund 610 Zimmer bieten. Etwa 31 % davon sind Doppel- und Familienzimmer, während 69 % als Mehrbettzimmer („Dorms“) geplant sind.
Der Standort liegt nur wenige Schritte vom ehemaligen Grenzübergang Checkpoint Charlie entfernt und etwa 15 Gehminuten vom Berliner Hauptbahnhof.
Hostelsegment wächst weiter
a&o ist auf die Übernahme und Umnutzung älterer Büro- und Hotelimmobilien spezialisiert und expandiert vor allem in zentralen europäischen Lagen. Dabei profitiert das Unternehmen laut eigener Einschätzung auch von demografischen Entwicklungen und einer steigenden Preissensibilität bei Reisenden.
Marktprognosen sehen das Hostelsegment insgesamt auf dem Weg zu einer institutionellen Anlageklasse. Laut einer Analyse von JLL („Beyond Bunk Beds“) könnte der Markt bis 2029 ein Volumen von rund 8,2 Milliarden Euro erreichen.
Philipp Westermann, Partner bei Proprium Capital Partners, sagt: „Der europäische Hostelmarkt ist nach wie vor fragmentiert. Für a&o bedeutet das auch zukünftig großes Potenzial, seine Marktführerschaft auszubauen und setzt dabei auf Digitalisierung und Institutionalisierung.“
Auch Josh Cleveland, Head of EMEA StepStone Group, betont die Bedeutung des Projekts: „Europas größtes Hostel – das ist unser Statement, wie wir erfolgreich und unserem Zeitplan voraus unsere Wachstumspläne erfüllen.“
11.000 neue Betten in zwei Jahren
a&o zählt zu den größten Budget-Hostelketten weltweit und richtet sich mit seinem Angebot vor allem an Familien, Schulklassen und Rucksackreisende.
In den vergangenen 24 Monaten hat das Unternehmen nach eigenen Angaben rund 11.000 zusätzliche Betten geschaffen – sowohl durch neue Standorte als auch durch Modernisierungen bestehender Häuser. Allein im Jahr 2025 kamen rund 5.500 Betten in vier neuen Städten hinzu. Zudem übernahm a&o die Schulz Hotels.
(Presseportal/ SAHO)