Hotelverbund

AllgäuTopHotels setzen auf nachhaltige Investitionen

Außenansicht des Bio-Hotels Oswalda Hus im Kleinwalsertal
Das Bio-Hotel Oswalda Hus im Kleinwalsertal setzt auf Naturmaterialien, regionale Handwerker und kleine Kreisläufe. (Foto: © Clemens Paul, Bio-Hotel Oswalda Hus)
Der Zusammenschluss präsentiert sich mit 88 Häusern und 38 Wirtschaftspartnern so stark wie nie. Zwei Beispiele zeigen, wie Qualität, Naturmaterialien und zukunftsorientierte Konzepte in der Hotellerie umgesetzt werden.
Freitag, 29.05.2026, 11:35 Uhr, Autor: Sarah Hoffmann

Mit 88 Top-Hotels und 38 Wirtschaftspartnern präsentiert sich der Verbund der AllgäuTopHotels so schlagkräftig wie nie zuvor. Die Häuser im 3- bis 5-Sterne-Bereich setzen auf hohe Qualität, kontinuierliche Investitionen und innovative Konzepte.

Diese Strategie würdigte zuletzt auch Bayerns Tourismusministerin Michaela Kaniber in Oberstaufen. Im Fokus stehen unter anderem Naturmaterialien, Nachhaltigkeit und eine Weiterentwicklung der Häuser mit Blick auf Gästeansprüche und Zukunftsfähigkeit.

Vier Millionen Euro für das Wellnesshotel Prinz-Luitpold-Bad

Das Wellnesshotel Prinz-Luitpold-Bad in Bad Hindelang investiert rund vier Millionen Euro in die bauliche und technische Weiterentwicklung des Hauses. Zu den Maßnahmen gehören:

  • neue Balkone mit integrierter Photovoltaik,
  • eine umweltfreundlichere Klimatisierung,
  • mehr Qualität im Restaurant sowie
  • ein neues Spa-Café.

„Ziel ist es, die Struktur des Traditionshauses nachhaltig zu stärken und den Aufenthalt für Gäste noch stimmiger zu machen“, sagt Geschäftsführer Armin Gross.

Zu den wichtigsten Maßnahmen zählen außerdem neue Fenster im Restaurantbereich sowie eine neugestaltete Gartenterrasse. Dadurch soll die Lage in erster Reihe zum Bergpanorama noch stärker sichtbar werden.

Mit den Investitionen setzt das Haus auf eine Weiterentwicklung mit Augenmaß. Nach Angaben des Hotels geht es nicht um kurzfristige Effekte, sondern um Substanz, Nachhaltigkeit und Aufenthaltsqualität. Das Hotel ist seit 2022 Biosphere-zertifiziert und gehört seit 2021 dem Bündnis Klimaneutrales Allgäu 2030 an.

„Wir wollen nicht einfach modern sein, sondern stimmig“, so Gross. „Ein Haus wie unseres darf sich weiterentwickeln, aber es sollte dabei erkennbar bleiben.“

Oswalda Hus setzt auf Naturmaterialien und kleine Kreisläufe

Auch das Bio-Hotel Oswalda Hus im Kleinwalsertal stellt Nachhaltigkeit und Naturmaterialien in den Mittelpunkt. Das Haus mit 24 Zimmern steht für Qualität, Bio und Enkeltauglichkeit. Diese Werte setzt Joachim Müller, Chef des Hauses, auch beim Bauen um.

Gemeinsam mit seinem Team erweitert er das Hotel nach eigenen Angaben mit Bedacht und Respekt vor Umwelt und Umfeld. „Mir geht es beim Bauen um echte, gesunde sowie nachhaltige Materialien und um kleine Kreisläufe. Am liebsten arbeiten wir mit Handwerkern aus der Region und verzichten auf künstliche Materialien, die nicht zu uns passen.“

Müllers Credo lautet: „Wir setzen alles daran, die Natur ins Haus zu holen.“ Entsprechend sind die schlichten, stilvollen und komfortablen Zimmer sowie das Spa mit viel Holz ausgestattet.

Eine wichtige Rolle spielt die Natur auch im direkt an das Hotel angrenzenden Permakulturgarten. Dort wachsen zwischen Schweinen, Hühnern und Hasen Salate und Gemüse für die Bioküche des Hauses.

Seine Küchenphilosophie beschreibt Müller so: „Was einfach Gutes ohne Hauben, Sterne oder sonstige unnötige Deko.“

(Allgäu GmbH/ SAHO)

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