Entwicklung

Achat Hotels: Neustart nach Restrukturierung

Achat Hotel Bremen
Das Achat Hotel Bremen steht exemplarisch für die Neuausrichtung der Hotelgruppe nach der Restrukturierung. (Foto: © Achat Hotels)
Nach einem Jahr tiefgreifender Sanierungsmaßnahmen meldet sich die Hotelgruppe zum Jahresauftakt 2026 mit stabilisierter Finanzierung zurück. Das Portfolio wurde deutlich verschlankt, zugleich rücken Business-, Tagungs- und Messegäste wieder stärker in den Mittelpunkt.
Donnerstag, 15.01.2026, 08:12 Uhr, Autor: Sarah Hoffmann

Achat Hotels starten nach eigenen Angaben „positiv“ ins Jahr 2026. „Wir sind raus, sind durchfinanziert und die operativen Zahlen entwickeln sich über Plan!“, sagen Philipp von Bodman und André Hintzen, Geschäftsführer der Achat Hotels, zum Jahresauftakt.

Im Zuge der Sanierungsmaßnahmen während des Verfahrens der Insolvenz in Eigenverwaltung seien 2025 alle Hotels der Gruppe sowie operative Prozesse und Strukturen überprüft, grundlegend analysiert, restrukturiert und optimiert worden.

„Es war ein harter, jedoch auch ein wichtiger Schritt, um das Unternehmen wieder wirtschaftlich in die Zukunft zu steuern und am Markt zu positionieren“, so von Bodman.

Portfolio auf 32 Hotels reduziert

Das Portfolio von ehemals 50 Hotels mit 5.900 Zimmern wurde laut Mitteilung analysiert und auf 32 Hotels mit 4.100 Zimmer und Apartments reduziert. Von den 18 abgegebenen Hotels seien 17 Häuser an neue Betreiber übergeben worden, was „zum Erhalt eines signifikanten Anteils an Arbeitsplätzen beigetragen hat“.

Business-Travel und Longstay im Fokus

Mit effizienteren Unternehmensstrukturen, einem klar definierten Portfolio und erhöhter Liquidität sieht das Unternehmen neuen Spielraum für weitere Hospitality-Lösungen. Dazu zählt unter anderem der angestrebte Ausbau des Longstay-Angebots in den Apartments der Gruppe.

Zudem habe sich das Team auf den definierten Zielgruppen-Fokus konzentriert und das Hauptaugenmerk wieder auf Business-, Tagungs- und Messegäste gerichtet. Gleichzeitig solle auch der Leisure-Bereich für Individualgäste sowie das Gruppengeschäft weiter ausgebaut werden und wachse „kontinuierlich“.

Für die Zukunft plant das Unternehmen organisches Wachstum: Zunächst stehe die Optimierung des bestehenden Portfolios im Vordergrund, darauf aufbauend sollen weitere Wachstumsschritte durch den Anschluss passender Hotel-Objekte folgen. „Der Markt ist sehr in Bewegung und wir werden genau beobachten, welche Entwicklungen und welche Möglichkeiten sich daraus für uns ergeben“, so von Bodman.

Telefon-KI soll Empfang entlasten

Die aktuell 32 Hotels der Gruppe sollen außerdem von einem höheren Digitalisierungsgrad profitieren. Genannt wird der Rollout einer modernen Telefon-KI-Lösung in allen Hotels, die Telefonanfragen automatisiert übernimmt und damit Mitarbeiter am Empfang entlastet.

„Wir haben uns intensiv die Frage gestellt, wie wir die Wirtschaftlichkeit eines verkleinerten Unternehmens darstellen können, das profitabel in die Zukunft sehen kann. Neue digitale Prozesse zusammen mit der Konzentration der von uns eingesetzten Systeme, ermöglicht größere Handlungsspielräume“, so André Hintzen.

(max.PR/SAHO)

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