Halbjahresbericht

Motel One mit positiven Zahlen

Mit seiner Geschäftsbilanz zum Ende des ersten Halbjahres kann die Budget-Hotelkette zufrieden sein. Demnächst steht sogar ein neuer Markteintritt an. Aber die Aussichten sind getrübt.

Dienstag, 13.08.2019, 15:09 Uhr, Autor: Kristina Presser
Motel One

Vor allem in München zieht Motel One messebedingt eine besonders gute Bilanz für das erste Halbjahr 2019 (hier: Motel One an der Messe München). (Foto: © Motel One)

Motel One hat seinen Halbjahresbericht veröffentlicht und legt darin (fast) durchwegs positive Zahlen vor. Derzeit betreibt die Motel One GmbH 71 Hotels (Vj. 65) mit 20.157 (Vj. 18.064) Zimmern. Der Umsatz erhöhte sich im Vergleich zum Vorjahr um 20 Prozent, genauer gesagt von 222 auf 267 Millionen Euro. Das EBITDA verbesserte sich um 28 Prozent auf 83 Millionen Euro. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum eröffnete Motel One sechs neue Hotels (im Vorjahr acht) mit 2.093 (Vj. 2.527) Zimmern. Davon abgesehen lag der Fokus des ersten Halbjahres unter anderem auf dem Ausbau der eigenen Digitalstrategie: Das im Jahr 2017 gelaunchte Membership Programm beOne wurde um neue Benefits erweitert und bietet mit dem „One Click Book“ seinen Mitgliedern künftig einen vereinfachten Buchungsweg.

Auf dem europäischen Hotelmarkt zeigt sich für das erste Halbjahr ein stabiles Wachstum. Das belegt der RevPAR mit einem Plus von 2,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Besonders gut schnitten Deutschland mit 3,4 Prozent und Großbritannien mit 3,6 Prozent ab. Die für Motel One wichtigsten Top-10-Städte zeigten ein gewichtetes RevPAR Plus von 6,1 Prozent. Gewinner waren Wien mit 16,7 Prozent, München messebedingt mit 13,3 Prozent und Berlin mit einem RevPAR Plus von 7,1 Prozent zum Vorjahr. (Quelle: STR Global).

Ausblick auf das zweite Halbjahr

Für die Quartale drei und vier werden mit den Motel One in München-Haidhausen und Linz zwei weitere Hotels in der DACH-Region eröffnet. Außerdem folgt mit der geplanten Eröffnung des Motel One Warschau-Chopin der Markteintritt in Polen. Wie die Hotel-Experten in ihrem Unternehmensbericht jedoch prognostizieren, werden Auslastungen und Preise in den meisten europäischen Städten in den folgenden Monaten unter Druck geraten, da neue Kapazitäten in erheblichem Umfang, insbesondere in UK und Deutschland, annonciert sind. Risiken für die Hotellerie bestehen außerdem durch den bevorstehenden Brexit, Handelskonflikte und schwelende politische Konflikte.

 

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