HOGAPAGE-Interview

30 Jahre Travel Charme Hotels & Resorts: Wie die Hotelkette ihre Erfolgsgeschichte weiter fortsetzen will

Mann hält Kind im Pool
Die Travel Charme Hotel GmbH feiert ein Jahr lang ihr 30-jähriges Jubiläum mit verschiedenen Angeboten und Aktionen. (Foto: © Strandhotel Bansin)
Seit 30 Jahren auf Erfolgskurs: Die Travel Charme Hotel GmbH wurde 1993 in Berlin gegründet. Zum 30-jährigen Jubiläum hat HOGAPAGE mit Antje Märker, seit 23 Jahren bei Travel Charme und Hoteldirektorin im Gothischen Haus in Wernigerode, über die größten Herausforderungen und die zukünftigen Ziele der Hotelkette gesprochen. 
Dienstag, 20.06.2023, 07:00 Uhr, Autor: Sarah Kleinen

Frau Märker, Travel Charme feiert in diesem Jahr ihr 30-jähriges Bestehen. Wie wird dieses Jubiläum gefeiert?

Wir feiern ein ganzes Jahr lang – vom 16. Juni 2023 bis zum 15. Juni 2024 – mit verschiedenen Angeboten und Aktionen. Dabei bieten wir u. a. ein spezielles Wellness-Package, ein Jubiläums-Menü, das die Köche aller Häuser erstellen, ein spezielles „Urlaubs+-Angebot“ und eine Jubiläums-Edition Hausmarke Sekt mit dem Weingut Wegeler. Außerdem gibt es ein Gewinnspiel und viele weitere Aktionen rund um die Gäste.

Antje Märker
Antje Märker ist seit 23 Jahren bei Travel Charme und seit 12 Jahren Hoteldirektorin im Gothischen Haus in Wernigerode. (Foto: © Travel Charme Hotels & Resorts) 

Warum wurde die Travel Charme Hotel GmbH gegründet?

Die Travel Charme Hotel GmbH wurde 1993 gegründet, um aus 21 Hotels der „Reisebüros der DDR" die führende Ferienhotelgruppe Deutschlands entstehen zu lassen. Einige Hotels wurden schnell wieder verkauft, in die übrigen zehn Standorte wurden über 250 Millionen Euro für Modernisierungs- und Neubaumaßnahmen investiert. 

In 30 Jahren ist viel passiert. Wie hat sich die Hotelkette über die Zeit verändert?

In den Jahren 2000 bis 2005 wurden Häuser in Kühlungsborn, auf der Halbinsel Fischland-Darß in Prerow, auf der Insel Rügen in Binz, Sellin und Göhren sowie auf der Insel Usedom in Bansin und Heringsdorf neu gebaut und eröffnet. Dabei haben einzelne Standorte eine lange Tradition, die an der Ostsee zum Teil bis in die Blütezeit der Seebäder um 1900 zurückreicht.

Im Jahr 2005 wurde das erste Urlaubshotel außerhalb Deutschlands, in Österreich eröffnet. Das damals wie heute luxuriöseste Hotel des Kleinwalsertals wurde 1936 im Örtchen Hirschegg auf einem Felsvorsprung erbaut und in Anlehnung an das gleichnamige Bergmassiv „Ifen“ genannt. Nach einer wechselvollen Geschichte, zu der unter anderem der erste Michelin-Stern Österreichs gehörte, ließ die Travel Charme Hotelgruppe 2010 einen Neubau errichten und eröffnete das Ifen Hotel neu. Jüngstes Haus unter der Dachmarke ist das 2012 eröffnete Bergresort Werfenweng im Salzburger Land. 

Seit der Übernahme durch die Hirmer Gruppe im Jahr 2018 treibt das Unternehmen seine Expansion voran, jedoch nicht ohne die bestehenden Hotels ebenso weiterzuentwickeln.

Was waren bisher die größten Herausforderungen für Travel Charme und wie konnten diese gemeistert werden?

Die größte Herausforderung in jüngster Zeit ist sicherlich die Zeit nach der Corona-Pandemie. Sicherlich waren auch die der Lockdowns herausfordernd, in der wir trotz aller finanziellen und inhaltlichen Bemühungen ca. 35 Prozent der Bestandsmitarbeiter verloren haben; diese Lücke konnte bis heute nicht geschlossen werden. Dennoch war nach den Lockdowns ein so hoher Nachfragedruck gegeben, dass es schwer war, die eigenen Qualitätsansprüche mit den quantitativen Wünschen der Gäste in Einklang zu bringen. So mussten wir stellenweise auf Belegung und Zimmerverkauf verzichten, um uns Gäste nicht mit schlechten Leistungen zu „vergraulen“. Dann, im Jahr 2022, „normalisierte“ sich der Reisemarkt auch international und es gilt nun, einerseits in die Immobilien / in die Produkte, aber v. a. auch in die Aus- und Weiterbildung der Mitarbeiter zu investieren. Durch die Zwangspause während Corona sind auch hier Lücken entstanden.

Und welche großen Erfolge konnte die Hotelkette bisher verzeichnen?

Zu Beginn der Unternehmensgeschichte war es mit Sicherheit der größte Erfolg, den Traum der Gesellschafter erfüllen zu können, an den Standorten ein bisher ungekanntes Qualitätsniveau anbieten zu können und damit eine enorm treue und verbundene Fangemeinschaft an Gästen und Mitarbeitern zu schaffen.

In jüngster Vergangenheit ist es die Erarbeitung und v. a. nachhaltige Umsetzung eines Wertekonstrukts, das für alle Mitarbeiter nicht nur Mehrwert, sondern Arbeitsinhalt geworden ist und auch Gäste von „unserer“ Stabilität in einer extrem volatilen Welt profitieren lässt.

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