Corona-Folgen

Neuer Boom der Lieferdienste

Das Logo von Just Eat Takeaway
Der Umsatz von Just Eat Takeaway kletterte im ersten Halbjahr im Jahresvergleich auf vergleichbarer Basis um 44 Prozent auf eine Milliarde Euro. (©picture alliance / ZUMAPRESS.com | Andre M. Chang)
Just Eat Takeaway kann aufgrund der Corona-Pandemie deutlich mehr ausliefern als jemals zuvor. Der Jahresumsatz des Unternehmens beträgt mittlerweile eine Milliarde Euro.
Mittwoch, 12.08.2020, 12:23 Uhr, Autor: Thomas Hack

Der erst jüngst aus Just Eat und Takeaway.com fusionierte Essenslieferdienst Just Eat Takeaway gehört zu den
Profiteuren der Corona-Pandemie. In den ersten sechs Monaten 2020 kam das Unternehmen auf 257 Millionen Bestellungen, das sind fast ein Drittel mehr als ein Jahr zuvor, wie das Unternehmen am Mittwoch in Amsterdam mitteilte. Besonders stark seien dabei die Bestellungen im zweiten Quartal ausgefallen. Großbritannien, Deutschland, Kanada, die Niederlande, Australien und Brasilien schnitten besonders stark ab, sagte Unternehmenschef Jitse Groen.

Eine Milliarde Euro Umsatz

Der Umsatz kletterte im ersten Halbjahr im Jahresvergleich auf vergleichbarer Basis um 44 Prozent auf eine Milliarde Euro. Das bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) stieg dank einer besseren Bruttomarge um 133 Prozent auf 177 Millionen Euro. Da Just Eat erst seit dem 15. April in die gemeinsame Bilanz einfließt, gibt das Unternehmen für das Vorjahr Zahlen an, als hätte es die Fusion schon damals gegeben. Das Unternehmen komme bei der Integration von Just Eat gut voran, hieß es weiter. Um von der weltweiten Bekanntheit zu profitieren, hätten alle Marken von Just Eat Takeaway jetzt dasselbe Logo. (dpa/TH)

Zurück zur Startseite

Weitere Themen

Ein Radfahrer von einem Lieferdienst
Corona
Corona

Restaurants stellen zunehmend auf Lieferservice um

Die Coronakrise treibt immer mehr Restaurants in den Lieferbetrieb. Lieferando hat dieser Tage einen deutlichen Zulauf an teilnehmenden Lokalen zu verzeichnen.
Corona-Soforthilfe
Rückzahlungen
Rückzahlungen

Corona-Hilfen: Schleswig-Holstein fordert knapp 300 Millionen Euro zurück

In Schleswig-Holstein sind weiterhin Corona-Hilfen in Millionenhöhe offen. Für das Gastgewerbe können Rückforderungen zur zusätzlichen Belastung werden – gerade in einer Phase mit hohem Kostendruck.
Delivery Hero
Lieferdienst
Lieferdienst

Uber will Delivery Hero übernehmen

Der Fahrdienstleister will sich den Essenslieferanten an Bord holen. Ein Angebot an die Aktionäre liegt auf dem Tisch. Doch das könnte noch nicht das Ende der Fahnenstange sein.
Geld mit Taschenrechner und Kugelschreiber
Entlastung
Entlastung

Minister kündigt Entlastungen bei Corona-Soforthilfen an

Das Rückmeldeverfahren zu frühen Corona-Hilfen, die 2020 an Unternehmen geflossen waren, hatte Debatten ausgelöst. Nun will das Land Hessen die Verwaltungspraxis ändern. Der Dehoga Hessen sieht darin ein Signal für die betroffenen Betriebe.
Bärbel Bas
Prüfung
Prüfung

Bärbel Bas will Subunternehmerverbot für Essenslieferdienste

Recherchen des rbb decken Arbeitsrechtsverstöße bei Subunternehmen von Essensbestellplattformen auf. Bundesarbeitsministerin Bärbel Bas (SPD) will nun ein Direktanstellungsgebot für die Branche prüfen.
Essenslieferant
Zustimmung
Zustimmung

Länderminister wollen Festanstellungen bei Essenslieferdiensten

Die Arbeits- und Sozialministerkonferenz fordert, Werkverträge bei Essenslieferdiensten zu verbieten. Sie plädieren stattdessen für Festanstellungen. Ähnliches gibt es schon in anderen Branchen.
Sozialminister Andreas Philippi (SPD)
Forderung
Forderung

Sozialminister fordert Festanstellungen bei Essenslieferdiensten

Fahrer von Lieferdiensten sind oft nicht fest angestellt. Niedersachsens Sozialminister findet das unfair und schlägt Änderungen vor.
Lieferando Tasche
Logistik
Logistik

Lieferando will rund 2.000 Stellen abbauen

Lieferando will seine Flotte in Deutschland um fast ein Fünftel reduzieren. Außerdem will die Plattform stärker mit Subunternehmen kooperieren. Man müsse im knallharten Wettbewerb bestehen, sagt der Chef.
Delivery Hero
Illegales Kartell
Illegales Kartell

223 Millionen Euro Strafe für Delivery Hero

Schon länger stand der Essenslieferant mit Hauptsitz in Berlin im Fokus der EU-Wettbewerbshüter. Nun verhängt Brüssel eine Millionenstrafe an Delivery Hero. Was ist der Grund dafür?