Auszeichnungen

„Zu gut für die Tonne“-Preis entschieden

Bundesernährungsministerin Julia Klöckner zeichnet die Gewinner des fünften „Zu gut für die Tonne!­“ – Bundespreises aus. Die Gastronomieauszeichnung geht diesmal nach Augsburg.

Freitag, 29.05.2020, 09:14 Uhr, Autor: Thomas Hack
Bundespreis

Zum fünften Mal wurde in Deutschland der „Zu gut für die Tonne“-Preis vergeben. (Foto: © BMEL/photothek/Janine Schmitz)

Die Bundesministerin für Ernährung und Landwirtschaft, Julia Klöckner, hat zum fünften Mal herausragende Projekte mit dem „Zu gut für die Tonne!“ – Bundespreis ausgezeichnet. Dabei würdigte sie die Initiatoren, die mit ihren konkreten Ideen, Pioniergeist und großem Engagement dazu beitragen, Lebensmittelverschwendung zu reduzieren. Insgesamt 131 Ideen wurden eingereicht, woraus die Jury dann 14 Projekte als Finalisten ausgewählt hat. Der Preis wurde in den Kategorien Produktion & Landwirtschaft, Handel, Gastronomie, Gesellschaft & Bildung sowie Digitalisierung verliehen.

Die Preisträger des diesjährigen Bundespreises:

Kategorie Landwirtschaft und Produktion:
Landratsamt Esslingen für „Gelbes Band: Ernteprojekt auf Streuobstwiesen im Landkreis Esslingen“ (Esslingen am Neckar, Baden-Württemberg)
Mit dem Ernteprojekt „Gelbes Band“ unterstützt der Landkreis die Bewirtschaftung von Streuobstwiesen. Ein gelbes Band am Stamm signalisiert: Dieser Baum darf gratis und ohne Rücksprache abgeerntet werden. Das „Gelbe Band“ lädt dazu ein, Obst zu ernten und sorgt dafür, dass weniger Obst ungenutzt auf den Wiesen verdirbt.

Kategorie Handel:
EasyFill GmbH für „Nachhaltiges Regalsystem“ (Köln, Nordrhein-Westfalen)
Die EasyFill GmbH entwickelt, produziert und vertreibt Regalsysteme mit einem sogenannten „First-In-First-Out-Abverkaufs-Prinzip“: Das sorgt dafür, dass zuerst die Produkte mit der kürzesten Mindesthaltbarkeit verkauft werden und so Produkte, die dringender verbraucht werden müssen, nicht in der Tonne landen.

Kategorie Gastronomie:
Betriebsgastronomie der MAN Energy Solutions Societas Europea (SE) für „Foodversity“ (Augsburg, Bayern)
Mit „Foodversity“ unterstützt das Unternehmen seine Betriebsgastronomie an den verschiedenen Standorten gezielt bei der Vermeidung von Lebensmittelabfällen und Verpackungsmüll und macht die Initiativen sichtbarer. Ein Beispiel dafür, wie man auch in großen Betrieben Lebensmittelabfälle reduzieren und mehr auf das Thema Lebensmittelwertschätzung aufmerksam machen kann.

Kategorie Gesellschaft und Bildung:
Johann Heinrich August Duncker Oberschule für „Lebensmittel mit Sinn und Verstand einkaufen, verarbeiten und konsumieren“ (Rathenow, Brandenburg)
Im Rahmen des Projekts „Lebensmittel mit Sinn und Verstand einkaufen, verarbeiten und konsumieren“ vermittelt die Johann Heinrich August Duncker Oberschule in Rathenow mit einem engagierten Kollegium durch zahlreiche Aktivitäten die Wertschätzung von Lebensmitteln an ihre Schülerinnen und Schüler und setzt dabei auf praktische Ernährungsbildung im regulären Schulunterricht.

Kategorie Digitalisierung:
Delicious Data GmbH und fünf Studenten- / Studierendenwerke für „Gemeinsam gegen Überproduktion in Mensen mit Hilfe von künstlicher Intelligenz“ (München, Bayern)
Mensen und Cafeterien müssen Lebensmittel oft entsorgen, weil sie zu viel produzieren. Das Start-up Delicious Data hat ein Prognosesystem entwickelt, das die Anzahl benötigter Portionen vorausberechnet und dadurch die Überproduktion reduziert. Es basiert auf künstlicher Intelligenz, die Erfahrungsdaten mit standortspezifischen und tagesaktuellen Faktoren zusammenbringt. Dadurch lassen sich Lebensmittelmengen passgenauer abschätzen und bedarfsgerechter produzieren.

 

 

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