Tradition

Wiener Schanigarten-Saison eröffnet

Der diesjährige Start in die Schanigarten-Saison fand im neuen Café „Diglas“ im Schottenstift statt. Bürgermeister Michael Häupl und Wirtschaftskammer-Präsident Walter Ruck laden ab sofort zum Genuss im Freien. Für viele Gastronomen könnte es heuer allerdings ein teurer Spaß werden.

Dienstag, 21.03.2017, 11:55 Uhr, Autor: Clemens Kriegelstein
Bürgermeister Michael Häupl, WK-Wien Präsident Walter Ruck, Kaffeehäuser-Obmann Wolfgang Binder

Zum Frühlingsauftakt der Wiener Kaffeehäuser luden (v.l.n.r.) Bürgermeister Michael Häupl, WK-Wien Präsident Walter Ruck, Kaffeehäuser-Obmann Wolfgang Binder. (© Florian Wieser)

Die offizielle Eröffnung der Wiener Schanigarten-Saison hat lange Tradition in Österreichs Hauptstadt. „Im Schanigarten kommen die Menschen zusammen und genießen das Leben. Sie machen Wien unverwechselbar und sorgen für das besondere Flair einer internationalen Metropole“, ist Walter Ruck, Präsident der Wirtschaftskammer Wien, überzeugt. Auch wenn mittlerweile ein ganzjähriger Schanigarten-Betrieb in Wien möglich sei, habe der Genuss im Freien bei angenehmen Temperaturen seinen ganz besonderen Reiz. „Die Schanigärten sind nicht nur eine liebgewordene Wiener Tradition, sondern auch ein Ort der Begegnung und des gemütlichen Miteinanders im Freien. Sie spiegeln auch die hohe Genuss- und Lebensqualität in unserer Stadt wieder. Diese einzigartige Atmosphäre schätzen sowohl die Einwohner als auch unsere vielen Gäste“, meint Bürgermeister Michael Häupl.

Überlagert werden die sonnigen Aussichten auf die kommenden Monate allerdings von einer recht brutalen Gebührenerhöhung seitens der Stadt Wien. Durch eine neue Festsetzung der Tarife und vor allem der Tarifzonen haben sich die Quadratmeterpreise im Schanigarten für manche Wirte verzehnfacht. Wilhelm Turecek, stv. Obmann der Wiener Sparte Tourismus, hat deshalb kürzlich vorgeschlagen, dass Gastronomen für Speisen und Getränke im Schanigarten etwa höhere Preise verlangen könnten als bei Konsumation im Lokal, was rechtlich auch gedeckt wäre, wenn der Gast im Vorfeld darauf aufmerksam gemacht wird. Für viele Wirte wird es jedenfalls eine Gratwanderung werden, wie man mit den neuerlichen finanziellen Belastungen umgehen soll und wie weit man diese auf die Kunden abwälzen kann. (CKR)

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