Vorreiter

Vapiano verpflichtet sich zur Masthuhn-Initiative

Vapiano
Vapiano hat sich zur Einhaltung der Standards der Masthuhn-Initiative verpflichtet. (Foto: © Tobias Arhelger/stock.adobe.com)
Vapiano schließt sich der Masthuhn-Initiative an. Ab spätestens 2026 will der Systemgastronom nur noch Hühnerfleisch servieren, das den Kriterien der Initiative entspricht. 
Montag, 24.07.2023, 10:36 Uhr, Autor: Sarah Kleinen

"Wir sind stolz darauf, das Better Chicken Commitment für 100 Prozent des Huhns, das wir in unserer europäischen Lieferkette verwenden, zu übernehmen und verpflichten uns, bis spätestens 2026 alle darin enthaltenen Standards zu erfüllen", heißt es in der Selbstverpflichtung des Unternehmens. Vapiano folgt mit dieser Entscheidung anderen großen Systemgastronomen wie L’Osteria, Pizza Hut und Domino’s Pizza, die sich bereits der Masthuhn-Initiative angeschlossen haben und an der Umsetzung der Kriterien arbeiten. 

Die Selbstverpflichtung von Vapiano gilt für alle europäischen Standorte des Unternehmens. Die Einhaltung der Standards will das Unternehmen durch unabhängige Kontrollen sicherstellen lassen.

„Die Entscheidung von Vapiano sendet eine deutliche Botschaft an die Branche: Es ist an der Zeit, dass alle Unternehmen Verantwortung für die Lebensmittel übernehmen, die sie servieren“, sagt Loretta Schulte, Projektmanagerin bei der Albert Schweitzer Stiftung. „Die Unternehmen, die sich noch nicht der Masthuhn-Initiative angeschlossen haben, sollten jetzt dringend nachziehen, um nicht den Anschluss zu verlieren.“

Über die Europäische Masthuhn-Initiative

Allein in Deutschland werden jedes Jahr mehr als 600 Millionen Hühner gemästet und getötet – das sind über 80 Prozent aller geschlachteten Landtiere. Die meisten dieser Tiere wachsen so schnell, dass sie sich kaum auf den Beinen halten können. Die triste und enge Stallumgebung sorgt für zusätzliches Leid.

Um dieses zu lindern, hat die Albert Schweitzer Stiftung mit anderen europäischen Tierschutzorganisationen die Europäische Masthuhn-Initiative ins Leben gerufen, an der heute europaweit 35 Organisationen mitarbeiten. Die Initiative schreibt ihren Mitgliedern vor allem vor, in ihren Lieferketten die Überzüchtung der Tiere zu verringern sowie in den Ställen für mehr Platz, Licht und Abwechslung zu sorgen. Eine weitere wichtige Vorgabe ist eine zuverlässigere und weniger stressvolle Betäubung vor der Schlachtung.

Über die Albert Schweitzer Stiftung für unsere Mitwelt

Die Albert Schweitzer Stiftung setzt sich gegen Massentierhaltung und für die vegane Lebensweise ein. Dafür nutzt sie juristische Mittel und wirkt auf wichtige Akteure aus Wirtschaft und Politik ein, um Tierschutzstandards zu erhöhen, den Verbrauch von Tierprodukten zu reduzieren und das pflanzliche Lebensmittelangebot zu verbessern. Interessierten bietet sie fundierte Informationen und zeigt Alternativen auf. 

(ots/SAKL)

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